Kreditwürdig­keit Meldung

Wer Fehler in seinen Schufa-Daten berichtigen möchte, muss oft mehrere Versuche unternehmen. Das ergab der Test von Finanztest: Die Test­personen deren Kreditwürdig­keit beim Test Kreditberatung: Die Kreditversager durch falsche Meldungen der Banken lang­fristig geschädigt wurde, wollten dies korrigieren. Doch das ist oft nicht ganz einfach.

Problem: Vorgeschriebene Informationen fehlen

Vor einem halben Jahr haben Test­kunden in unserem Auftrag bei Filial- und Direkt­banken Angebote für einen 4 000-Euro-Kredit einge­holt: Test Kreditberatung: Die Kreditversager. Finanztest wollte wissen, wie sie beraten werden. Das Ergebnis war nieder­schmetternd. Häufig fehlten die vorgeschriebenen Informationen für ein über­sicht­liches Kredit­angebot. Einige Bank­berater schädigten lang­fristig die gute Kreditwürdig­keit der Tester durch falsche Meldungen an die Schufa, die Schutz­gemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Bei der Schufa erkundigen sich viele Banken nach der Kreditwürdig­keit von Kunden.

Schufa sollte korrigieren

Zehn Tester waren von den falschen Einträgen betroffen. Korrekt wäre es gewesen, wenn die Bank­berater an die Schufa gemeldet hätten, dass die Test­person lediglich nach Kredit­konditionen gefragt hat. Das wirkt sich nicht auf ihre Bonität aus. Doch statt­dessen gab es Einträge, dass Tester einen Kredit aufnehmen wollten, ihn ausgezahlt bekamen oder ein Giro­konto eröffnet haben. Nichts davon stimmte. Die meisten falschen Einträge hatten Tester, die bei der ING-Diba und der Sant­ander Bank ein Angebot einge­holt hatten. Alle Tester mit falschen Einträgen forderten die Schufa schriftlich zur Korrektur auf.

Beschwerlicher Weg zur Fehler­korrektur

Fünf Test­personen bekamen ein Stan­dard­schreiben, das nicht auf den Korrektur­wunsch einging. Sie mussten ihr Anliegen noch einmal schildern. Erst dann setzte sich die Schufa mit der Bank auseinander. Manchmal musste das der Tester auch selbst tun. Erst im Anschluss korrigierte die Schufa den Fehler.

Tipp: Sie haben das Recht zu wissen, welche Daten die Schufa über Sie speichert. Einmal im Jahr ist diese Auskunft kostenlos. Sie heißt „Daten­über­sicht nach Paragraf 34 Bundes­daten­schutz­gesetz“ und ist unter www.meine-schufa.de erst über mehrere Klicks zu finden. Lesen Sie gründlich – wenn Sie nicht aufpassen, haben Sie schnell die „Schufa-Bonitäts­auskunft“ oder „Schufa-Auskunft online“ ange­fordert – beide kosten jeweils 18,50 Euro.

[Update 29.01.2014]: Die „Schufa-Bonitäts­auskunft“ ist teuer geworden und kostet jetzt 24,95 Euro. Update Ende

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