Kreditvermittler, die Darlehen gegen Gebühr beschaffen, müssen ihr Honorar in Prozent der Kreditsumme angeben. Ist in dem Vertrag nur ein absoluter Geldbetrag in Mark angegeben, so ist die Vereinbarung ungültig (Amtsgericht Dortmund, Az. 125 C 2068/00).

Eine Frau hatte an eine Firma eine Gebühr dafür gezahlt, dass diese ihr neben einer Eigentumswohnung auch die dafür nötige Finanzierung vermittelte. Als es später Probleme beim Wohnungskauf gab, forderte sie die 3.920 Mark jedoch zurück. Zu Recht, wie der Amtsrichter klarstellte. In dem Vertrag hätte der prozentuale Anteil an der Kreditsumme genannt werden müssen. Da jedoch nur die Summe genannt wurde, sei die Honorarvereinbarung wegen Verstoßes gegen das Verbraucherkreditgesetz ungültig gewesen.

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