Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat fünf Banken abgemahnt, deren Darlehensverträge einen Freibrief für einen späteren Verkauf des Immobilienkredits enthalten. Betroffen sind die Baden-Württembergische Bank, die DKB, die ING-Diba, die Westdeutsche Immobilienbank und die Volksbank Allgäu-West.

Ihre Kreditverträge enthalten Klauseln, mit denen sie sich die Zustimmung dafür einholen, die Kreditforderung samt Sicherheiten an Dritte zu verkaufen. Sie befreien die Bank außerdem vom Bankgeheimnis und berechtigen sie zur Weitergabe persönlicher Daten an den Kreditkäufer.

Der vzbv hält solche Klauseln für unzulässig. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch dürften Banken keine Klauseln verwenden, die es zulassen, dem Kunden einen neuen Vertragspartner aufzunötigen. Der vzbv beanstandet auch die Verletzung des Datenschutzgesetzes und des Bankgeheimnisses. Lenken die Banken nicht ein, will der Verband vor Gericht ziehen.

Hintergrund der Abmahnung: In den vergangenen Jahren haben Banken Kredite in Milliardenhöhe an ausländische Finanzinvestoren verkauft. Betroffen sind überwiegend Problemkredite, aber auch Darlehen von Kunden, die ihre Raten pünktlich gezahlt haben.

Inzwischen garantieren viele Banken ihren Kunden, dass sie ihren Kredit nicht verkaufen (siehe Test Eigenheimfinanzierung > „Kreditverkauf - nein danke“).

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