Kreditrahmenversicherung der Berliner Sparkasse Schnelltest

Angebot: Die Berliner Sparkasse bietet ihren Kunden für ihren Dispokredit auf dem Konto eine „Kreditrahmenversicherung“ der Gothaer Lebensversicherung an. Stirbt der Kunde, überweist die Versicherung je nach Vereinbarung 5 000 oder 10 000 Euro auf das Girokonto. Bei Unfalltod gibts das Doppelte. „So brauchen sich Ihre Angehörigen nicht um den Ausgleich eines eventuell vorhandenen Sollsaldos zu kümmern“, wirbt die Sparkasse.

Für eine Versicherungssumme von 10 000 Euro zahlt zum Beispiel eine 40-jährige Frau einen Jahresbeitrag von 26,50 Euro (Männer 39,30 Euro). 50-Jährige zahlen 49,60 Euro (Frauen) oder 82,90 Euro (Männer).

Die Versicherung hat eine Laufzeit von einem Jahr. Sie verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn der Kunde nicht kündigt.

Vorteile: Keine.

Nachteile: Das Angebot taugt nicht zur Kreditabsicherung. Weil Dispokredite teuer sind, sollten Kontoinhaber sie nur kurzfristig nutzen. Außerdem ändert sich die Kredithöhe mit jeder Ein- und Auszahlung. Eine Versicherung mit fester Summe und mindestens einjähriger Laufzeit ist daher unsinnig.

Das Angebot bekamen auch Kunden zugeschickt, die mit dem Konto gar nicht im Minus sind. Die Versicherung zahlt zwar auch, wenn der Dispo nicht in Anspruch genommen wurde. Für eine echte Hinterbliebenvorsorge ist das Angebot aber völlig ungeeignet, weil die Summen dafür viel zu niedrig sind.

Obendrein ist die Versicherung teuer. Günstige Direktanbieter bieten Risikolebensversicherungen zum gleichen Beitrag mit einer doppelt bis dreifach so hohen Absicherung.

Fazit: Finger weg von diesem Angebot!

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