Kreditkartenzahlung Meldung

Von einem Abrechnungstrick sieht sich mancher Kreditkartenkunde im Ausland überrascht: Der Händler zeigt ihm wie gewohnt die Rechnung in Landeswährung, der Kunde unterschreibt – übersieht aber ­eine Klausel im Kleingedruckten, dass nicht erst die Kartenfirma, sondern schon der Händler den Betrag in Euro umrechnet. Dabei sind der Kurs und zusätzliche Gebüh­ren katastrophal teuer. Die Regeln von Mastercard und Visa für diese „dynamische Währungsumrechnung“ (Dynamic Currency Conversion) sehen vor, dass der  Kunde vorher über Kurse und eventuelle Kosten in­formiert werden muss. Dann hat DCC den Vorteil, dass der Kunde sofort sieht, wie hoch die Rechnung in seiner Heimatwährung ist.

Doch einige windige Händler informieren nicht. Dann, so die Kartenfirmen, gilt die Unterschrift des Kunden dennoch. Mastercard bietet sein Schlichtungsverfahren an. Visa rät, über die Hausbank Protest einzulegen, sodass Visa den Vorfall untersuchen und prüfen kann, ob Geld zu erstatten ist. Schadenersatz im Ausland einzuklagen, ist für die meisten Kunden wohl eher eine theoretische Möglichkeit.

Tipp Wer sich schützen will, sollte bei jeder Abrechnung das Kleingedruckte lesen.

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