Martin Meyer* staunte nicht schlecht über seine Kreditkartenabrechnung: Mehrere Beträge zwischen 55 und 60 US-Dollar wurden ihm von den amerikanischen Unternehmen "Mukamuk.Com", "Internetclub" und "Magazine Fee" abgebucht, bei denen er nichts bestellt hatte. Noch am selben Tag wandte er sich an sein Kreditkartenunternehmen, die Deutsche Bank 24, mit der Bitte um Stornierung. Von der hörte er erst mal nichts.

Einen Monat später die nächste Rechnung mit neuen Abbuchungen und wieder schickte Meyer ein Fax an seine Bank. Sechs Wochen nach der ersten Reklamation erhielt er eine Antwort von der Deutschen Bank 24. Die Firmen, die die Bank darin detailliert auflistete, sind allesamt Anbieter von erotischen Internetseiten. Was Meyer für "kostenlose Testzugänge" ("free Trial Membership") hielt, sollte ihn mittlerweile insgesamt 771 Mark kosten.

Meyer war sauer. Wenn die Bank sofort reagiert und seine Karte gesperrt hätte, wäre wenigstens die zweite Abbuchung nicht möglich gewesen. Er kündigte alle Konten bei der Bank. Erst nachdem Meyer eine eidesstattliche Versicherung abgab, keine Verträge mit den Unternehmen zu haben, erstattete die Bank Meyer das gesamte Geld ­ vier Monate nach der ersten Reklamation.

TiPP: Wird für ein angeblich kostenloses Angebot im Internet Ihre Kreditkartennummer erfragt, sollten Sie die Seite lieber verlassen.

*) Name von der Redaktion geändert.

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