Prepaid-Kreditkarten: Die volle Kontrolle behalten

Kreditkarten auf Guthabenbasis sind interes­sant für Jugend­liche, Gering­verdiener und manche Freiberufler. Kaufen auf Pump ist hier nicht drin.

Eine Kreditkarte ohne Kredit

Es klingt paradox: Die Plastikkarte kann fast alles, was eine Stan­dard-Kreditkarte kann, bietet aber keinen Kredit. Erst kaufen, später bezahlen, ist also nicht möglich. Nur wer ein Guthaben auf der Karte hat, kann im Laden und Internet einkaufen, auf Reisen bezahlen und am Auto­maten Geld abheben.

Wir haben Preise und Leistungen von sieben Prepaid-Angeboten verglichen, die ohne Anbindung an ein Giro­konto und mit einer Plastikkarte erhältlich sind. Angebote, bei denen die Karte nur virtuell, also nur als Daten­satz im Internet existiert, haben wir nicht berück­sichtigt. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbericht aus Finanztest 07/2020.

Prepaidkarte: Erst laden, dann zahlen

Im Gegen­satz zur Stan­dard-Kreditkarte muss die Prepaid-Variante zunächst mit Geld aufgeladen werden. Das geht bei den Karten in der Regel kostenlos per Über­weisung und dauert laut Karten­anbietern nicht länger als zwei Tage. Die Höhe des Guthabens ist oft unbe­grenzt, Einschränkungen gibt es manchmal für minderjäh­rige Karten­inhaber.

Dass nur so viel ausgegeben werden kann, wie aufgeladen ist, ermöglicht eine gute Kontrolle der Ausgaben und schützt vor Schulden. Über­steigt der Kauf­betrag das Guthaben, wird die Zahlung abge­brochen.

Weil Über­ziehen nicht möglich ist, erhalten auch diejenigen Kundinnen und Kunden eine Prepaid-Kreditkarte, deren Bonität nicht so gut ist, weil sie zum Beispiel kein regel­mäßiges Einkommen haben oder nicht so viel verdienen (so überprüfen Sie Ihren Schufa-Eintrag). Dazu zählen Jugend­liche ebenso wie manche Freiberufler und Gering­verdiener. Eine Abfrage bei der Schutz­gemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) findet nicht statt.

Prepaid-Kreditkarten teuer

In der Regel sind Kreditkarten auf Guthabenbasis teuer und deshalb nur etwas für Personen, die sonst keine bekommen.

Neben einem jähr­lichen Grund­preis zwischen 20 und 40 Euro fallen oft recht hohe Gebühren beim Abheben von Bargeld an. Wer am Auto­maten im In- und Ausland Geld abhebt, zahlt oft mindestens 5 oder 6 Euro pro Abhebung. Es gibt aber Ausnahmen, bei denen Abheben kostenlos ist.

Drei von sieben Prepaid-Kreditkarten im jüngsten Test bekommen auch Jugend­liche ab 14 Jahren beziehungs­weise ab 15 Jahren. In manchen Fällen kommen sie güns­tiger weg als Erwachsene, weil eine Bank für diese Gruppe den jähr­lichen Grund­preis für die Karte streicht, bei einer anderen Bank zahlen sie rund 12 statt 30 Euro.

Möchten Eltern ihren Kindern das Bezahlen im Internet oder auf Reisen ermöglichen, können sie auch auf die Prepaid-Kreditkarte ihrer Haus­bank setzen. Für Jugend­liche gibt es bei den Sparkassen und Volks­banken kostenlose Giro­konten mit preis­werten Karten (siehe Vergleich Jugendgirokonten in Heft 2/2019).

Akzeptanz kann einge­schränkt sein

Prepaid-Kreditkarten sind welt­weit an allen Akzeptanz­stellen von Visa und Mastercard einsetz­bar, die online das Guthaben abfragen können. Probleme kann es beim Buchen von Hotels oder Mietwagen geben, weil der Anbieter dafür grund­sätzlich keine Prepaid-Kreditkarten akzeptiert.

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TestKreditkarten im VergleichStand der Daten: 20.04.2020
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