Kreditkarten im Vergleich

Das Char­geback-Verfahren nutzen: So reklamieren Sie wirkungs­voll

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Die Abbuchung von Ihrer Visa- oder Mastercard-Kreditkarte war ein Irrtum oder ein Betrug? Oder Sie haben die Ware oder Dienst­leistung nicht bekommen und das inner­halb von in der Regel 120 Tagen ab dem Tag der Zahlung reklamiert? So gehen Sie vor:

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Zunächst an den Händler wenden

Bei unklaren Buchungen wenden Sie sich zuerst an den Händler – am besten per Brief oder E-Mail. Setzen Sie eine Frist von zwei Wochen. So haben Sie für die Bank einen Nach­weis, dass Sie sich um eine Klärung bemüht haben.

Schritt 2: Die Bank einschalten

Können Sie sich mit dem Händler nicht einigen, wenden Sie sich an die karten­ausgebende Bank. Von ihr oder der Internetseite der Bank bekommen Sie das Reklamations­formular. Im Formular kreuzen Sie an, was falsch gelaufen ist und legen die geforderten Nach­weise bei.

Sind die Bedingungen für eine Rück­erstattung erfüllt, bekommen Sie den Betrag auf Ihr Karten­konto gutgeschrieben. Bevor Sie über das Geld verfügen können, müssen Sie abwarten, ob der Händler wider­spricht. Wenn er dem Karten­heraus­geber beweist, dass die Buchung richtig war, ist Ihr Geld wieder weg. Bis alles endgültig geklärt ist, kann es einige Zeit dauern.

Achtung. Bei American Express, dem dritt­größten Kreditkarten-System in Deutsch­land, gibt es kein Char­geback-Verfahren. Kunden können aber Fehl­buchungen ihrer Kreditkarte bei American Express reklamieren und werden bei der Klärung vom Unternehmen unterstützt.

Char­geback auch bei Insolvenz

Nicht erbrachte Leistungen aufgrund der Insolvenz von Reiseanbietern oder Fluggesell­schaften (Thomas Cook, Air Berlin) fallen unter den Reklamations­grund „Ware/Dienst­leistung nicht erhalten“, wenn Sie alles in Eigen­regie gebucht haben.

Für Pauschal­reisen gilt: Sie müssen sich im ersten Schritt an die Insolvenz­versicherung des Pauschal­reise­ver­anstalters wenden, um Ihren Anspruch aus dem Sicherungs­schein geltend zu machen. Wird der Schaden von der Insolvenz­versicherung nicht oder nur teil­weise getragen, muss die karten­ausgebende Bank auf Antrag des Kunden ein Char­geback-Verfahren einleiten.

Banken können das Char­geback-Verfahren nicht mit Hinweis auf Corona aussetzen. Das haben uns Visa und Mastercard bestätigt. Führt Ihre Bank das Verfahren nicht durch, wenden Sie sich an die für die Bank zuständige Schlichtungs­stelle.

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