Glossar

Akzeptanz­stellen

Mastercard und Visa machen rund 95 Prozent der ausgegebenen Kreditkarten in Deutsch­land aus. Sie verfügen jeweils über mehr als 43 Millionen Akzeptanz­stellen welt­weit, an mehr als 2,5 Millionen Auto­maten gibt es Bargeld. Das Händler- und Geld­automatennetz von American Express ist kleiner.

Bonität

Eine Kreditkarte bekommt in der Regel jeder, der voll­jährig und geschäfts­fähig ist, in Deutsch­land wohnt, ein regel­mäßiges Einkommen hat und über den die Schufa nichts Negatives speichert.

Ersatz­karte im Ausland

Wenn die Kreditkarte während der Reise abhanden­kommt, schi­cken die meisten Kreditkarten­anbieter in maximal drei Tagen eine Ersatz­karte. Das ist meist kostenlos, kann aber auch bis zu 180 Euro kosten. Welche Anbieter diesen Service nicht haben, erfahren Sie im großen Vergleich Kreditkarten.

Glücks­spiele

Bei einigen Kreditkarten bezahlt der Nutzer eine Gebühr, wenn er mit der Karte zum Beispiel einen Lotto­schein oder Sport­wetten bezahlt – je nach Bank etwa 3 Prozent vom Umsatz, mindestens 5 Euro.

Haftung

Im Schadens­fall haftet der Nutzer bis zur Karten­sperre mit maximal 50 Euro, danach nicht mehr. Bei manchen Anbietern entfällt die Selbst­beteiligung, wenn sie nicht grob fahr­lässig gehandelt haben.

Kontaktlos bezahlen

Die neuen Kreditkarten sind fast alle mit einem NFC-Chip ausgestattet, der das berührungs­lose Bezahlen an der Laden­kasse ermöglicht. Dann befindet sich auf der Karte das Funk­wellen­symbol. NFC steht für Near Field Communication (Nahfeld­kommunikation). Zum Bezahlen reicht es aus, die Karte dicht an das Kassen­terminal zu halten.

Kreditkarten­arten

Es gibt vier verschiedene Varianten, wie die Kreditkarten­umsätze abge­rechnet werden:

  • Charge Card. Über Umsätze mit einer Charge-Karte stellt die Bank einmal im Monat eine Rechnung aus und zieht den offenen Betrag anschließend per Last­schrift vom Giro­konto ein. Der Kunde profitiert damit von einem kurz­fristigen Kredit, für den keine Zinsen fällig werden.
  • Credit Card. Bei der klassischen Kreditkarte erhält der Kunde eine Abrechnung über die monatlichen Umsätze. Die Anbieter bieten die Option auf Teilzahlung an, bei der sich die Kredit­abrechnung in eine Ratenzahlung umwandelt: Ein bestimmter Prozent­satz der monatlichen Umsätze wird zu einem vorgegebenen Termin einge­zogen. Der Rest läuft als Kredit mit hoher Zins­belastung von jähr­lich 12 bis 20 Prozent weiter, bis der Kunde den fehlenden Rechnungs­betrag über­weist (Revolving Credit). Meistens kann ein Kunde diese Teilzahlungs­option abwählen. Das ist sinn­voll.
  • Debit Card. Eine Debitkarte funk­tioniert wie die herkömm­liche Girocard. Bei Bargeld­abhebungen oder Zahlungen mit ihr wird das angebundene Giro­konto noch am selben Tag belastet. Deshalb kann mit der Debitkarte bezahlt werden, bis der Dispo des Giro­kontos ausgeschöpft ist. Sie entspricht also nicht einer echten Kreditkarte und wird deshalb von einigen Dienst­leistern wie manchen Auto­vermietungen nicht akzeptiert.
  • Prepaid-Karten. Der Nutzer muss die Karte vor dem Bezahlen mit Geld aufladen. Er kann nur so viel ausgeben, wie er einge­zahlt hat und erhält die Karte ohne Bonitäts­prüfung. Der Betrag wird sofort nach dem Bezahlen vom Guthaben abge­zogen.

Sicherheit

Ab 14. September 2019 tritt die EU-Richt­linie PSD2 (Payment Services Directive 2) in Kraft. Für den Online-Geld­verkehr gelten dann neue Regeln, die auch Kreditkarten betreffen. Betrugs­risiken und Miss­brauch sollen so reduziert werden. Da viele Onlinehändler auf die Umstellung nicht vorbereitet sind, hat die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) ihnen einen zeitlich befristeten Aufschub gewährt. Bis auf Weiteres können Kunden bei jenen Händ­lern, die das neue Sicher­heits­verfahren noch nicht anwenden, mit der Kreditkarte ohne Eingabe einer Tan zahlen. Mit den neuen Regeln reichen die Karten­daten allein nicht mehr fürs Onlineshopping. Wie beim Onlineban­king sind zusätzliche Sicher­heit­schecks mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung vorgesehen. Beim Einkauf mit Kreditkarte kommen sogenannte 3D-Secure-Verfahren zum Zuge, die an die neue EU-Richt­linie angepasst wurden. Bei Visa nennt sich das Verfahren „Verified by Visa“, bei Mastercard „Mastercard Identity Check “, bei American Express „Safekey“. In der Regel müssen Kunden Zahlungen mit einer einmal gültigen Trans­aktions­nummer (Tan) frei­geben. Banken bieten verschiedene Verfahren an, die meist übers Mobil­telefon laufen. Wie die einzelnen Kredit­institute diese Vorgaben umsetzen, lesen Sie im Artikel Kreditkarten und Onlineshopping.

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TestKreditkarten im VergleichStand der Daten: 20.03.2019
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