Kreditkarten der KarstadtQuelle Bank Meldung

Aufregung bei Kunden der KarstadtQuelle Bank: Einige von ihnen müssen ihre Kreditkarte austauschen. Die Bank erhielt Hinweise auf Kreditkartenbetrug und informierte potentiell betroffene Kunden. test.de nennt Einzelheiten.

Etwa 15 000 Briefe verschickt

Nach Angaben der KarstadtQuelle Bank ist der Austausch einer Reihe von Kreditkarten eine reine Vorsichtsmaßnahme. Illegale Zugriffe auf Kundendaten in den Datenbanken habe es nicht gegeben. Vielmehr erhielt die KarstadtQuelle Bank Hinweise auf möglichen Missbrauch von Kreditkarten in Spanien. So sei es laut Bank möglich, dass während des Bezahlvorgangs oder beim Geldabheben Daten illegal vom Magnetstreifen der Kreditkarte kopiert werden. „Bislang ist uns nicht bekannt, dass ein konkreter Missbrauch aufgetreten ist“, sagte Ricarda Franzen, Pressesprecherin der Bank, gegenüber test.de. Als Sicherheitsmaßnahme habe die Bank aber etwa 15 000 Kunden angeschrieben, die zum fraglichen Zeitpunkt ihre Kreditkarte in Spanien eingesetzt hatten. Insgesamt hat die KarstadtQuelle Bank etwa 900 000 Mastercard-Kreditkarten ausgegeben.

Kostenlos austauschen

Betroffenen Kunden empfiehlt die Bank, ihre Kreditkarte sperren zu lassen. Eine Ersatzkarte gibt es kostenlos. Wer seine Karte sperren lassen möchte, kann dies telefonisch unter der Nummer 0 180 5/20 26 36 tun. Allerdings: Aufgrund der zahlreichen Anrufe ist die geschaltete Hotline derzeit kaum erreichbar, was viele Kunden zusätzlich verunsichern dürfte. „Kunden können ihre Kreditkarte auch per E-Mail an kundenservice@kqb.de sperren lassen“, sagt Franzen. Normalerweise erhielten sie nach spätestens 24 Stunden Rückantwort. Doch auch das sei aufgrund der erhöhten Nachfragen derzeit nicht immer einzuhalten. test.de empfiehlt daher verunsicherten Kunden, die weder per Hotline noch per Mail erfolgreich sind, ihre Karte schriftlich zu sperren. Das Schreiben sollte per Einschreiben mit Rückschein geschickt werden. Dann sind Kunden sicher, dass ihre Sperrmeldung auch tatsächlich angekommen ist. Wichtig: Die KarstadtQuelle Bank sperrt nach eigenen Angaben die Kreditkarten der angeschriebenen Kunden zum 10. November, wenn sie sich bis dahin nicht bei der Bank gemeldet haben. Wer von der KarstadtQuelle Bank kein Schreiben erhalten hat, muss nach Angaben der Bank auch nichts tun. test.de empfiehlt aber auch diesen Kunden sicherheitshalber sorgfältig die Umsätze auf dem Konto zu beobachten.

Bank übernimmt Haftung

Für die betroffenen knapp 15 000 Kunden übernimmt die Bank laut Franzen die Haftung, sollte es zu einem Missbrauch der Kreditkarte kommen. Generell gilt für die Haftung bei Kredit- oder ec-Kartenmissbrauch: Kunden müssen sorgfältig mit Karten und Daten umgehen. Bei einem Missbrauch haften sie nicht, wenn sie nachweisen, dass sie sich entsprechend verhalten haben. Das ist der Fall, wenn sie die Karte ordentlich und getrennt von der Geheimzahl aufbewahren. In der Praxis ist es für Kunden aber sehr schwierig, nachzuweisen, dass sie keine Schuld tragen. Oft entscheiden Gerichte daher gegen Bankkunden. Ab 31. Oktober gelten für Kunden zudem neue Bedingungen. Dann müssen sie bis zu 150 Euro des Schadens tragen, selbst wenn sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben. Manche Banken wollen ihre Kunden von dieser neuen Regel verschonen. Wer es genau wissen will, sollte bei seiner Bank nachfragen. Für einen Missbrauch nach Sperrung der Karte haften Kunden nicht mehr.
Hinweis: test.de gibts Tipps für das sichere Abheben am Geldautomat

E-Mail an test.de

Waren Sie betroffen und mussten Sie Ihre Kreditkarte der KarstadtQuelle Bank sperren lassen? Gab es dabei Probleme? Oder haben Sie sogar einen Missbrauch mit Ihrer Kreditkarte festgestellt? Das Team von Finanztest und test.de ist an Ihren Erfahrungen interessiert. Schreiben Sie bitte an:
kartensperre@stiftung-warentest.de.

Nach Auswertung der Antworten berichtet test.de an dieser Stelle, wie es den Kunden ergangen ist. Selbstverständlich werden Ihre Angaben anonym und vertraulich behandelt. Herzlichen Dank für Ihre Mühe.

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