Intensiv werben Banken derzeit für Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion. Oft gibt es sie sogar völlig gebührenfrei. Doch Verbraucherschützer sind alarmiert. Denn bei diesen „Revolving-Credit-Karten“ wird nicht, wie bei herkömmlichen Kreditkarten, der Fehlbetrag einmal monatlich vom Konto abgebucht oder oft auch direkt nach dem Einkauf. Vielmehr zahlt der Besitzer monatlich nur einen Teilbetrag, zum Beispiel 20 Euro oder 10 oder 50 Prozent des Saldos. Die Restschuld sammelt sich immer weiter an – zu hohen Zinsen. Und jeder neue Kartenumsatz wird sofort mit Sollzinsen belegt. „Diese Kredite sind häufig teurer als Überziehungskredite beim Girokonto“, warnte Bayerns Verbraucherministerin Beate Merk. Wer den Rahmen ständig ausnutzt, aber nur den Mindestbetrag abzahlt, gerät in die Schuldenspirale.

Dieser Artikel ist hilfreich. 91 Nutzer finden das hilfreich.