Wer beim Zahlen mit der Kreditkarte die Belege unterzeichnet, tut dies unwiderruflich. Selbst wenn der Kartenkunde völlig betrunken ist, kann er Zahlungsanweisungen nicht stornieren.

Diese unangenehme Erfahrung musste ein Bankkunde machen, der während einer Zechtour Belastungsbelege über mehr als 10.000 Euro unterschrieben hatte. Über die Summen kamen ihm am nächsten Morgen Zweifel, sodass er seine Bank anwies, die Zahlungen nicht auszuführen. Trotzdem wurde sein Konto belastet. Der Zecher verklagte daraufhin die Bank, jedoch erfolglos.

Das Oberlandesgericht Köln bewertete den Widerruf als wirkungslos (Az. 13 U 8/01). Die Bank habe einen Anspruch, wegen der durchgeführten Zahlungen das Kundenkonto zu belasten. Das unbewiesene Argument des Klägers, er sei "sturzbetrunken" und geschäftsunfähig gewesen, spiele keine Rolle.

Da der Widerruf von unterschriebenen Belastungsbelegen noch nicht höchstrichterlich geklärt ist, wird nun auch der Bundesgerichtshof über den Fall entscheiden.

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