Kreditkarten Bezahlen wird kostenlos

Kreditkarten - Bezahlen wird kostenlos
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Entgelte für die Nutzung bestimmter gängiger Zahlungs­mittel gehören jetzt der Vergangenheit an. Für Kartenzah­lungen, Über­weisungen und Last­schriften dürfen die Händler ab dem 13.1.2018 keine Extra-Gebühr mehr verlangen, so steht es im neuen Paragrafen 270a im Bürgerlichen Gesetz­buch. Die Stiftung Warentest interes­siert sich in diesem Zusammen­hang für Ihre Erfahrungen mit Kreditkarten. Machen Sie mit bei unserem Leser­aufruf! Schreiben Sie an kreditkartenabrechnung@stiftung-warentest.de.

Neue EU-Richt­linie

Ab 13. Januar 2018 gelten europaweit neue Regeln für den Zahlungs­verkehr. Es kommt die neue EU-Zahlungs­diens­tericht­linie PSD2 (Payment Services Directive 2). Sie umfasst ein ganzes Bündel von Änderungen. Eine davon ist für Käufer von besonderer Bedeutung: Händler dürfen keinen Aufpreis mehr berechnen, wenn Kunden mit gängigen Kreditkarten, der Bank­karte, per Über­weisung oder Last­schrift bezahlen – egal, ob im Geschäft oder online. Ausgenommen sind Firmen­kreditkarten.

Einige Händler haben schon umge­stellt

Mitt­lerweile haben schon einige große Händler reagiert. Die Deutsche Bahn hat die Gebühren für Kreditkartenzahlung von 3 Euro schon zur Umstellung auf den Winter­fahrplan Mitte Dezember abge­schafft, das Kreuz­fahrt­unternehmen Aida hat das Trans­aktions­entgelt bei Zahlungen mit Kreditkarte gestrichen und die Luft­hansa erhebt das Entgelt auch nicht mehr.

Leser­aufruf Kreditkarten­abrechnung

Für eine unserer nächsten Veröffent­lichungen möchten wir die monatlichen Abrechnungen von Kreditkarten darauf­hin über­prüfen, ob die Umsatz­daten verständlich und voll­ständig dargestellt werden. Insbesondere interes­sieren uns Fremdwährungs­umsätze. Wenn Sie 2017 im Ausland waren und mit Ihrer Kreditkarte Umsätze in Fremdwährung getätigt haben – beim Bezahlen oder Geld abheben –, würden wir uns über Ihre Mithilfe freuen.

So können Sie uns unterstützen: Senden Sie Kopien der entsprechenden Kreditkarten­abrechnungen an kreditkartenabrechnung@stiftung-warentest.de oder per Post an:

Stiftung Warentest
Stich­wort: Kreditkarten­abrechnung
Post­fach 30 41 41
10724 Berlin.

Selbst­verständlich behandeln wir alle Ihre Daten vertraulich.

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12 Kommentare Diskutieren Sie mit

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dan2k am 19.04.2018 um 19:24 Uhr
EU-Richt­linie ist schon wirkungslos

tolle EU-Richt­linie die Gebühr wird jetzt durch die Banken eingetrieben .....

norbo1 am 19.01.2018 um 11:29 Uhr
EU-Richtlinie PDS2:Zustimmung opt-in oder opt-out?

@LaDolceVita: Man muss richtig lesen:
Das kommt darauf an, wo es steht: Muss Amazon (als Beispiel) jedes Mal fragen oder nur ein Mal? Kann die Durchleuchtung des Kontos über die AGBs als Teil der Kaufabwicklung als genehmigt gelten? TEST hat schon oft kritisiert, dass AGBs und andere dem Nutzer zur Zustimmung vorgelegten Schriftsätze lang, schwer verständlich und mit z.T. gut versteckten Ein- oder Ausschlüssen versehen sind. Wozu muss Amazon, ebay oder sonst jemand überhaupt meine Buchungen der letzten 90 Tage sehen? Wo landen die Daten? Kann man Amazon etc. überhaupt noch nutzen, ohne sein Einverständnis zur Durchleuchtung seines Kontos zu geben?
Mir ist es keinesfalls recht, so durchleuchtet zu werden. Die Lösung wäre ein kostenloses Giro-Konto nur für die Abrechnung mit solchen Unternehmen.

Petrel am 16.01.2018 um 12:58 Uhr
Bar oder per Karte(n)?

Die Kreditkarten-Gebühren für Händler sind seit 2015 drastisch gefallen. Weil immer mehr Kunden bargeldlos zahlen möchten, steigt auch der Umsatz, wenn Händler diese Zahlungsmethode anbieten. Wer trägt denn noch größere Bargeldsummen mit sich, wenn es nicht unbedingt sein muss? Gleiches gilt für Händler, die die Bargeldeinnahmen sicher zur Bank bringen müssen.
Händler können die kostengünstige Version mit Unterschrift anbieten (ca. 0,3 Prozent Kosten) und/oder die bequeme aber teureren PIN-Terminal-Varianten (ca. 2,75 Prozent). Wieviel Service möchte er dem Kunden bieten, wieviel möchte er verdienen?
Die Kosten für die bei uns sehr beliebten Giro-Karten sind übrigens niedriger.

Profilbild Stiftung_Warentest am 15.01.2018 um 08:54 Uhr
Zahlendreher

@anja.mueller779
Sie haben Recht. Wir haben den Zahlendreher korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis! Siehe auch: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/Umsetzung_zivilrechtlicher_Teil_zweite_Zahlungsdiensterichtlinie.html
(aci)

LaDolceVita am 14.01.2018 um 17:50 Uhr
Man muss richtig lesen

@norbo1: Man sollte den Artikel richtig lesen. "Die Voraussetzung ist, dass die Kunden zustimmen." ist dort zu lesen, sogar mehrmals. War also etwas überstürzt, gleich das Amazon Konto zu löschen, zumal Amazon nur einer von vielen ist, der daran Interesse haben dürfte.
Es gilt wie immer und in Zukunft bei Abwicklungen von Online-Zahlungen ganz besonders: erst lesen, erst verstehen, dann klicken.