Bankkunden, die nach dem Urlaub auf dem Kontoauszug Abbuchungen ihrer Kreditkartenfirma finden, die sie nicht autorisiert haben, sollten sofort reagieren. Meist beträgt die Einspruchsfrist nur sechs Wochen. Hat der Kunde keinen Beleg unterschrieben, muss die Kartenfirma das Geld zurückbuchen.

Hauptursache für Missbrauch sind Kartenfälschungen. Bei Visa geht fast jeder zweite Schaden darauf zurück. Ein Kellner kann zum Beispiel die Karte im Hinterzimmer mit einem Magnetstreifenleser kopieren und dann nutzen.

Auch im Internet verschaffen sich Betrüger die Kartendaten. Hacker können sich zum Beispiel Zugang zur Webseite eines seriösen Anbieters verschaffen und dann auf die dort gespeicherten Kreditkartendaten der Kunden zugreifen. In all diesen Fällen muss das Kartenunternehmen zurückbuchen.

Visa beziffert den Schaden durch Betrug im Internet auf rund 3 Prozent des Gesamtumsatzes, umgerechnet etwa 2,50 Euro pro Karte.

Tipps: Seien Sie vorsichtig bei kostenlosen Angeboten im Internet, für die Sie die Kartennummer zum Beispiel nur zur Alterskontrolle angeben sollen. Wird dann doch Geld abgebucht, können Sie schwer nachweisen, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben. Lassen Sie die Karte möglichst nie aus den Augen. Prüfen Sie Kartenbelege und Abrechnungen. Verschicken Sie Kartendaten nie unverschlüsselt im Internet. Unterschreiben Sie keinen Blankobeleg.

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