Kreditkarte

Verstehen Sie Ihre Kreditkarte?

20.01.2015

Die bunten etwa acht mal fünf Zenti­meter großen Plastikkarten sind praktisch – auf Reisen, beim Onlinekauf und zuhause, wenn das Konto erst Tage später belastet werden soll. Deutsch­land­weit gibt es knapp 34 Millionen. Jeder hat sich schon mal gefragt, was die Zeichen und Zahlen darauf bedeuten. Finanztest klärt auf.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Unser Rat
  3. Verstehen Sie Ihre Kreditkarte?
  4. Artikel als PDF (3 Seiten)
Kreditkarte - Ärgerliche Abbuchungen durch Mietwagenfirmen

1. Chip

Auf der gold­farbenen Speicherplatte sind mindestens die Karten­nummer und der Name des Karten­inhabers gespeichert. Außerdem enthält sie Programme, die das Bezahlen sicherer machen. Der Chip zählt zum Beispiel die Trans­aktionen. Durch ihn kann die Karte nicht dupliziert und die Echt­heit der Karte und die Pin ohne Online­verbindung geprüft werden. Offiziell heißt der Minicomputer EMV-Chip. Die Buch­staben stehen für die drei Gesell­schaften, die ihn entwickelt haben: Europay Interna­tional (heute Mastercard Europe), Mastercard und Visa. Auf dem Chip ist außerdem Platz für zusätzliche Anwendungen wie eine elektronische Geldbörse oder ein Kundenkarten­programm.

2. Heraus­geber

Das ist häufig eine Bank. An dieser Stelle kann aber auch ein Unternehmen stehen, mit dem die Bank koope­riert: zum Beispiel ein Fußball­ver­ein, ein Auto­hersteller oder eine gemein­nützige Organisation.

3. Funk­wellen

Das Symbol – meist auf der Vorderseite – bedeutet, dass mit der Karte kontaktlos bezahlt werden kann. ­Voraus­gesetzt, an der Kasse klebt ein ähnliches Symbol.

4. Hologramm

Das ­Sicher­heits­label auf der Vorder- oder Rück­seite der Kreditkarte erschwert das Kopieren der Karte. Die Lizenz­geber verwenden dafür verschiedene Symbole, Visa eine Taube, Mastercard eine Welt­karte.

5. Kreditkarten­nummer

Die 16-stel­lige Nummer, Monat und Jahr der Gültig­keit sowie der Name des ­Karten­inhabers sind in die Karte geprägt. Zusätzlich sind die ersten vier Ziffern der Karten­nummer auf die Karte aufgedruckt.

6. Lizenz­geber

Kreditkarten werden in Deutsch­land haupt­sächlich von Visa, Mastercard, wenige von American Express und Diners­club heraus­gegeben. Die beiden letzt­genannten geben die Karten direkt an ihre Kunden aus, Mastercard und Visa über eine Bank. Weitere interna­tionale Kredit­karten­heraus­geber sind zum Beispiel CUP (Volks­republik China), JCB (Japan) und Discover (USA).

7. Magnetstreifen

Auf dem schwarzen Streifen sind – genau wie auf dem Chip – die Karten­nummer und der Name des Inhabers gespeichert. Diese Daten kann ein Durch­zugleser ­elektronisch auslesen. Der Magnetstreifen ist auch dann nötig, wenn mit der Karte im Ausland bezahlt werden soll und die Auto­maten dort nur Magnetstreifen beim Bezahlen akzeptieren. Das ist zum Beispiel in vielen südeuropäischen Ländern noch der Fall und teil­weise in den USA.

8. Unter­schriften­feld

Der Inhaber sollte sofort nach Erhalt der ­Karte mit einem wasser­festen Stift unter­schreiben – so wie bei einem Personal­ausweis oder Reisepass.

9. Karten­prüf­nummer

Der drei- oder vierstel­lige Kode – auch CVC2 oder CVV2 – steht neben dem Unter­schriften­feld und meist den letzten vier Ziffern der Karten­nummer. Dieser Prüf­wert wird bei Distanzzahlung abge­fragt, etwa dem Onlinekauf. Er dient als Indiz, dass der Nutzer die Karte in der Hand hat – und nicht nur einen Einkaufs­beleg oder die Karte­nummer. Die Ziffern sind nicht auf dem Magnetstreifen gespeichert und lassen sich nicht aus der Karten­nummer errechnen.

20.01.2015
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