Kreditinstitute Meldung

Die Karte zeigt deutlich das Gefälle zwischen Ost und West: In den neuen Ländern gibt es eine Bankfiliale für über 2 700 Einwohner, in den alten Bundesländern steht eine Bankfiliale für durchschnittlich knapp 2 000 Einwohner. Auch im Süden ist die Bankendichte größer.

Deutschland hat verglichen mit den anderen Ländern der Europäischen Union die meisten Banken. Es sind genau 2 362 Kreditinstitute (Stand Ende 2002). Nach einer Berechnung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sind es doppelt so viel wie in Frankreich und drei mal so viel wie in Österreich und Italien.

Seit Anfang der 90er Jahre haben die Banken und Sparkassen in Deutschland ihr Filialnetz deutlich ausgedünnt. Von 1993 bis Ende 2003 verringerte sich die Zahl der Filialen von knapp 50 000 auf knapp 36 600 (ohne Postfilialen). Allein in den letzten fünf Jahren wurden 8 600 Zweigstellen geschlossen. Das ist ein Rückgang um knapp 20 Prozent.

Allein 28 500 Zweigstellen (knapp 80 Prozent) entfallen auf die Sparkassen-Gruppe und die ge­nossenschaftlichen Banken. Sie haben ihre Zweig­stellen um jeweils 18 Prozent verringert.

Deutschland hat damit auch die meisten Bankzweigstellen in Europa. Dabei kommen auf 10 000 Einwohner 4,6 Zweigstellen. Das liegt in etwa im europäischen Durchschnitt (4,7).

Bei der Verteilung der Bankstellen in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede. In den Ballungsgebieten sind es weniger als in ländlichen Regionen. Auch in den neuen sind es weniger als in den alten Bundesländern. Außerdem ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in den alten Ländern zu verzeichnen. Der Zugang der Bevölkerung zu Finanzdienstleistungen ist dem DSGV zufolge jedoch in ganz Deutschland gewährleistet. Lücken – wie in ländlichen Regionen manchmal vermutet – gebe es nicht.

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