Schufa­daten in Erfahrung bringen

Sie bekommen Raten­kredite stets nur zu lausigen Konditionen angeboten? Das kann daran liegen, dass Auskunfteien falsche oder veraltete Daten über Ihr Zahlungs­verhalten gespeichert und weiterge­geben haben. Die Auskunfteien heißen Bürgel, Credit­reform oder Infoscore. Am bedeutendsten ist die Schufa. Zumindest bei ihr sollten Sie schauen, ob alles korrekt ist.

Schritt 1: Daten­über­sicht bestellen

Einmal im Jahr müssen Auskunfteien kostenlos über gespeicherte Daten informieren. Was gespeichert ist, erfahren Sie, wenn Sie eine „Daten­über­sicht nach § 34 BDSG“ bestellen. Wichtig: Fordern Sie keine „Bonitäts­auskunft“ an, die auf der Internetseite der Schufa an erster Stelle steht. Sie kostet 29,95 Euro und enthält auch nicht mehr Daten. Sie finden das Formular für die Daten­über­sicht auf der Schufa-Seite. Schi­cken Sie das Bestell­formular mit einer Kopie Ihres Ausweises an die Schufa Holding AG, Post­fach 10 25 66, 44725 Bochum. Aufpasst: Ignorieren Sie auf dem Bestell­formular unten das Käst­chen „Alternativ: Bestellung Bonitäts­auskunft“ und geben Sie auf der zweiten Seite auch nicht die Bank­verbindung ein.

Schritt 2: Auskunft prüfen

Die Auskunft kommt mit der Post. Prüfen Sie, ob sie korrekt ist und keine wichtigen Daten fehlen, zum Beispiel Hinweise auf kürzlich abge­zahlte Kredite. Sind unbe­rechtigte Forderungen gegen Sie einge­tragen? Das müssen Sie nicht dulden. Ausnahme: Eine unbe­rechtigte Forderung wurde rechts­kräftig fest­gestellt, weil Sie gericht­lichen Bescheiden nicht wider­sprochen haben. Oder: Man hat Sie zweimal gemahnt, der Fordernde hat Ihnen zwischen erster Mahnung und Schufa-Meldung vier Wochen Zeit gelassen und Sie haben der Forderung nie wider­sprochen. Dann ist der Schufa-Eintrag rechtens, auch wenn Sie niemandem Geld schulden.

Schritt 3: Richtig beschweren

Beschweren Sie sich bei der Schufa, wenn etwas falsch ist. Legen Sie Kopien von Unterlagen bei, die Fehler in den Schufa-Daten beweisen. Strittige Daten muss die Schufa bis zur Klärung sperren. Hilft das nicht, können Sie sich beim Schufa-Ombudsmann beschweren. Schließ­lich können Sie sich auch an den Daten­schutz­beauftragten Ihres Bundes­landes wenden.

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