Viele Banken und Sparkassen haben von ihren Kredit­kunden Millionen Euro unzu­lässiger Bearbeitungs­gebühren kassiert. Acht Ober­landes­gerichte haben die Gebühren schon verboten. Aber nur einzelne Sparkassen und Auto­finanzierer sowie die BHW Bausparkasse haben sie erstattet. Die meisten Banken behaupten weiter: Das Geld steht uns zu, denn der Bundes­gerichts­hof (BGH) hat die Gebühr bisher nicht verboten. Das konnte er aber auch gar nicht. Kürzlich zog die Sparkasse Chemnitz ihre Revision gegen die Verurteilung durch das Ober­landes­gericht Dresden kurz vor der BGH-Verhand­lung zurück. Kreditnehmer können selbst einen Rechts­anwalt beauftragen. Oder sie wenden sich an die Schutz­gemeinschaft für Bank­kunden, die ein Muster­verfahren vorbereitet.

Tipp: Fordern Sie Bearbeitungs­gebühren zurück, die Sie bei einer Kredit­vergabe ab 2010 (frühere Fälle sind verjährt) an Bank oder Sparkasse gezahlt haben. Einzel­heiten samt Muster­text finden Sie unter www.test.de/kreditgebuehren.

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