Etwa jeder dritte Krebspatient leidet auch an quälender Müdigkeit, Schwäche und Erschöpfung (Fachbegriff Fatigue). Nach Klinikaufenthalten liegt die Rate sogar bei 40 Prozent. Das belegt eine Befragung von knapp 1 500 Krebspatienten, die Forscher um Dr. Susanne Singer vom Uniklinikum Leipzig kürzlich im „British Journal of Cancer“ veröffentlichten. Das bekräftigt frühere Erkenntnisse, wonach Fatigue vielen Krebspatienten zu schaffen macht. Häufige Ursache: Die Krankheit, die Chemo- oder die Strahlentherapie senkt die Zahl der roten Blutkörperchen und damit die Sauerstoffversorgung des Körpers. Dann kommen zur Behandlung zum Beispiel Transfusionen mit roten Blutkörperchen infrage. Vielen Betroffenen hilft laut Studien körperliche Aktivität gemäß ärztlicher Absprache. Zudem empfehlen sich oft Gespräche mit Psychoonkologen. Doch finde Fatigue in Therapieplänen zu wenig Beachtung, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums. Der Krebsinformationsdienst hat Informationen für Patienten über Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zusammengestellt: www.krebsinformation.de (Suche „Fatigue“).

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