Krebsgefahr Schnelltest

Billigwerkzeuge können die Gesundheit gefährden - durch schädliche Kohlenwasserstoffe im Kunststoff. Werkzeuge aus Fernost enthalten oft polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). PAK gelten als krebserzeugend. Sie können über die Haut aufgenommen werden. Die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig Billigwerkzeuge vom Discounter. Aktuell im Test: eine Oberfräse von Penny. Hier stecken die schädlichen Kohlenwasserstoffe in der Ummantelung des Kabels.

Hautkontakt gefährlich

Die gute Nachricht vorneweg: Das Gehäuse und der Gerätegriff der Penny-Fräse sind ohne Tadel. Hier fanden die Tester keine gefährlichen Stoffe. Das ist gut so, denn Griff und Gehäuse sind besonders kritisch. Kunststoffe, die in die Hand genommen werden, sollten frei von PAK sein. Die gefährlichen Kohlenwasserstoffe können über die Haut aufgenommen werden. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe können Krebs erzeugen und das Erbgut verändern. PAK sind Bestandteile von Kohle und Erdöl. In Kunsstoffen werden PAK-haltige Öle als Weichmacher eingesetzt.

PAK im Kabel

Auch die Penny-Fräse ist belastet. Die Ummantelung des Kabels enthält größere Mengen PAK. Die Tester analysierten 628 Milligramm pro Kilogramm. Darunter auch das besonders kritische Benzo[a]pyren (57 mg/kg). Das ist mehr als vertretbar. Im Mantel des Kabels sind die Kohlenwasserstoffe zwar weniger kritisch als im Griff, weil der Heimwerker das Kabel nicht ständig in der Hand hält. Aber dennoch überflüssig: Kunststoff sollte keine PAK enthalten. Es gibt andere, ungiftige Weichmacher, die den Kunsstoff geschmeidig machen.

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