Wenn Arbeitnehmer krank­geschrieben sind, sind sie nicht zwingend bett­lägerig. Was viele Menschen nicht so genau wissen: „Muss ich immer zu Hause bleiben, wenn ich krank­geschrieben bin?“ Hier lesen Sie, was Sie als Arbeitnehmer beachten müssen.

Auf die Krankheit kommt es an

Kein Arbeitnehmer hat Haus­arrest, wenn er krank­geschrieben ist. Unter bestimmten Umständen darf er das Haus verlassen. Was er außer­halb unternehmen darf, hängt maßgeblich von seiner Erkrankung ab. Der Arbeitnehmer darf lediglich nichts tun, was seine Genesung verzögert oder verhindert, sonst verletzt er seine arbeits­vertraglichen Rück­sichts­nahme­pflichten. Dann riskiert er eine Abmahnung oder Kündigung.

Diese Verhaltens­regeln sind zu beachten

Ein erkrankter Angestellter muss sich so verhalten, dass er möglichst bald wieder gesund ist. Er kann deshalb alles machen, was dazu beiträgt. Krank­geschriebene Mitarbeiter dürfen zum Beispiel verreisen. So hat das Landes­arbeits­gericht Hessen die Kündigung eines Beschäftigten aufgehoben, der während seiner Krank­schreibung zu seinen Eltern gereist war, um sich bei ihnen auszukurieren (Az. 18 Sa 695/12).

Tipp: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, was Sie tun können, ob Sie zum Beispiel verreisen dürfen. Ordnet er Bett­ruhe an, müssen Sie sich daran halten.

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