Krank­heits­kosten Meldung

Eine Frau darf alle Kosten für das Senioren­wohn­stift, in dem sie aus gesundheitlichen Gründen lebt, als außergewöhnliche Belastung abrechnen. Nur Beträge, die aus dem Rahmen fallen, muss das Finanz­amt nicht anerkennen, urteilte der Bundes­finanzhof (Az. VI R 20/12).

Die behinderte und pflegebedürftige Klägerin bewohnt in dem Stift ein etwa 74 Quadrat­meter großes Apart­ment – zunächst lebte sie dort mit ihrem Mann, seit dessen Tod allein. Für die Unterbringung, Verpflegung und altengerechte Grund­betreuung berechnet das Heim eine Kostenpauschale. Dazu kommen Ausgaben für den ambulanten Pflege­dienst des Stifts.

Im Jahr 2004 lagen die Gesamt­kosten bei rund 41 300 Euro, im Jahr darauf waren es zirka 49 200 Euro. Das Finanz­amt berück­sichtigte nur etwa 13 700 Euro und 17 600 Euro im Jahr.

Der Bundes­finanzhof erkennt alle Posten an. Das Finanzge­richt Düssel­dorf soll aber noch prüfen, ob die Kostenpauschale für Logis, Kost und Betreuung gekürzt werden muss – zum Beispiel, weil das Apart­ment zu groß ist.

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