Kritik

Zu einem vorwiegend negativen Ergebnis der bisherigen Praxis von DMP kommt ein Gutachten des Ins­tituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) im Auftrag der Techniker Krankenkasse.

Zurückhaltend äußert sich das Gutachten zur Risikominderung: Es wurde versucht festzustellen, inwieweit es durch DMP gelingen kann, bei Diabetikern Folgeer­krankungen wie Schlaganfälle, Herzinfarkte, Gefäßschäden oder Amputationen zu reduzieren.

Das wäre nur in geringem Ausmaß möglich, wenn nicht die Arzneitherapie gegen Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte verbessert werde und die Patienten ihren Lebensstil nachhaltig än­dern würden.

Bisher gehe es vielfach darum, möglichst viele Teilnehmer in Programme einzu­beziehen, in denen nicht die Be­kämpfung der Risiken im Vordergrund stehe, sondern deren Dokumentation.

Nur etwa jeder achte Teilnehmer bringe das Potenzial für eine erfolgreiche Teilnahme mit. Einbezogen werden sollten vor allem bisher ungenügend Behandelte. Experten kritisieren, dass oft Mindeststandards gelten; eine vorrangige Auswahl bestimmter Arzneimittel sei problematisch.

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