Check­liste: Gut vorbereitet

Arbeit­geber. Warten Sie nicht bis zur ersten Kinder­krankheit, sondern klären Sie schon vorher, was zu tun ist, wenn Sie zuhause bleiben müssen. Was steht in Ihrem Arbeits­vertrag zu den Rege­lungen für eine Frei­stellung? Fragen Sie Ihren Vorgesetzten oder Mitarbeiter der Personal­abteilung nach den genauen Regeln, zum Beispiel bis wann Sie ein Attest des Arztes vorlegen müssen. Und erkundigen Sie sich, was zu tun ist, wenn Sie zum Beispiel kurz­fristig den Arbeits­platz verlassen müssen, um Ihr Kind mit Fieber aus der Kita abzu­holen.

Partner. Über­legen Sie mit Ihrem Partner, wer wann am besten zuhause bleiben kann. Hat ein Eltern­teil die freien Tage und das Krankengeld bereits ausgeschöpft, ist es möglich, den Anspruch des Part­ners zu über­tragen, wenn auch er gesetzlich versichert ist. Der Arbeit­geber muss diesem Schritt aber zustimmen.

Krankenkasse. Das Kinder­krankengeld ist so hoch wie das, das Sie bei eigener Erkrankung von der Kasse bekommen. Die Höhe können Sie mithilfe von Rechnern ermitteln, die viele Kassen auf ihren Internet­seiten anbieten. Sie hängt entscheidend von Ihrem Netto­einkommen ab. Das können Sie unter Umständen erhöhen, zum Beispiel durch den Wechsel der Steuerklasse.

Beratungs­stellen. Manchmal ziehen sich Beschwerden in die Länge, im schlimmsten Fall ist eine Heilung nicht möglich. In diesem Fall können Sie auch länger Kinder­krankengeld bekommen. Die Kassen zahlen dann für ein Eltern­teil für mehr als zehn Tage im Jahr. Aber was wird aus dem Job? Wie lassen sich Pflege und Arbeit vereinbaren? Suchen Sie sich Unterstüt­zung, zum Beispiel bei der unabhängigen Patientenberatung. Adressen finden Sie unter www.unabhaengige-patientenberatung.de. Das Portal www.nakos.de informiert über Selbst­hilfe­gruppen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 8 Nutzer finden das hilfreich.