Krankenversicherungen Meldung

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist wie ein Bund fürs Leben – Scheidung ausgeschlossen. Unser Computerservice nennt günstige Angebote.

Mathematiker von Krankenversicherungsgesellschaften haben zurzeit alle Hände voll zu tun. Sie müssen neue Tarife ausrechnen. Grund ist das Gleichbehandlungsgesetz. Dort heißt es: „Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft dürfen auf keinen Fall zu unterschiedlichen Prämien oder Leistungen führen.“ Genau das ist bisher der Fall. Frauen zahlen in der privaten Krankenversicherung rund 30 Prozent mehr als Männer. Zum Teil liegt das daran, dass Frauen öfter zum Arzt gehen, zum Teil aber auch daran, dass ihnen die Kosten fürs Kinderkriegen zugerechnet werden – als hätten Männer nichts damit zu tun.

Bis 2008 müssen die Versicherungsgesellschaften ihre Tarife neu kalkulieren. Vielen Männern wird das Beitragserhöhungen bringen, für Frauen könnten die Prämien sinken. Um wie viel, hängt vom Alter ab. Außerdem kommt es auf den Frauenanteil im betreffenden Tarif an.

Mit der Gesundheitsreform mussten die Privatversicherer weitere bittere Pillen schlucken, die zu höheren Beiträgen führen können. So müssen sie jeden, der ganz ohne Versicherungsschutz dasteht und zuletzt privat versichert war, in einen Tarif aufnehmen, der das Gleiche bietet wie die gesetzliche Krankenversicherung und nicht mehr kostet als deren Höchstbeitrag. Diese zurzeit rund 500 Euro Monatsbeitrag decken aber – so die Befürchtung – nicht die Kosten.

Außerdem dürfen Arbeitnehmer nur noch wechseln, wenn ihr Einkommen mindestens drei Jahre über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Derzeit sind das 47 700 Euro Jahresbrutto. Bisher gab es diese Frist für Arbeitnehmer nicht. Sie kann dazu führen, dass weniger junge, gesunde Gutverdiener in die private Krankenversicherung gehen als bisher.

Nach wie vor kommt der Wechsel am ehesten für junge, gesunde Singles infrage. Er ist aber auch nur dann sinnvoll, wenn sie aus der Ersparnis gegenüber dem Kassenbeitrag ausreichend Geld für ihre Krankenversicherungskosten im Alter zurück­le­gen können. Bei Frauen ab etwa 40 und Männern ab etwa 45 Jahre gibt es praktisch keine Beitragsersparnis gegenüber der Kasse mehr. Wer verheiratet ist und Kinder hat, bleibt ohnehin meist besser in der gesetzlichen Kasse, die Partner und Kinder kostenlos in die Familienmitversicherung aufnimmt.

Wer die private Krankenversicherung wählt, trifft meist eine Entscheidung fürs Leben: Ein Zurück in die Kasse ist in der Regel ausgeschlossen. Auch ein Wechsel zu einem anderen privaten Versicherer lohnt sich meist nicht. Wir helfen bei der Wahl. Unser Vergleich liefert auf Basis Ihrer Angaben fünf Tarife, die ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

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