Krankenversicherung für Arbeitlose Meldung

Ab 2001 will der Bund die Zuschüsse für krankenversicherte Arbeitslose jährlich um 1,2 Milliarden Mark kürzen. Finanztest sprach mit Prof. Dr. Karl W. Lauterbach vom Institut für Gesundheitsökonomie der Uni Köln über die Folgen.

Werden die Beiträge steigen?

Lauterbach:

Gibt die Kasse die Kürzungen direkt weiter, ist eine Steigerungen von rund einem halben Prozent realistisch.

Sinken dann die Leistungen?

Lauterbach:

Nein, selbst unter der derzeitigen budgetierten Situation nehmen die Leistungen zu. Der Rückgang der Bundeszuschüsse bremst aber den Zuwachs.

Wie lässt sich das ausgleichen?

Lauterbach:

Die positive konjunkturelle Entwicklung sorgt für Mehreinnahmen. Auch die geringfügig Beschäftigten, für die erst seit kurzem Beiträge fließen, bringe Plus in die Kasse. Stabilere Beiträge könnten mittelfristig zum Beispiel Hausarzttarife leisten. Sie helfen, Besuche beim Facharzt zu vermeiden. Weiteres Einsparpotential sind unnötige Einweisungen ins Krankenhaus.

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