Krankenversicherung Meldung

Zahnärzte kassieren von privat Krankenversicherten und von Selbstzahlern rund 70 Prozent mehr, als sie für eine vergleichbare Behandlung von gesetzlich Versicherten abrechnen. Das geht aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung hervor. Der Grund für den Unterschied: Private Behandlungen werden nach der Gebührenordnung für Zahnärzte abgerechnet. Für die Behandlung von Kassenpatienten gilt ein anderer Bewertungsmaßstab, der im Schnitt geringere Vergütungen für zahnärztliche Leistungen vorsieht.

Laut Studie erwirtschaftete eine Zahnarztpraxis im Jahr 2007 im Durchschnitt einen Umsatz von 462 000 Euro, 48,1 Prozent davon entfielen auf Privatrechnungen. Bei der vorangegangenen Erhebung im Jahr 2003 betrug der Anteil nur 42,1 Prozent. Die Bedeutung der etwa 9 Millionen Privatpatienten für das Einkommen der Zahnärzte ist gewachsen.

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