Zum Jahreswechsel in eine günstigere Krankenkasse? Bei Monika Eisler* ist dieser Versuch gründlich fehlgeschlagen. Und das, obwohl sie ihre Kündigung bei der alten und den Aufnahmeantrag bei der neuen Kasse pünktlich und korrekt eingereicht hatte.

Wegen eines Fehlers ihrer Wunschkasse, der BKK Mobil Oil, muss sie ein weiteres Jahr in ihrer bisherigen Kasse, der Barmer, bleiben. Grund: Die BKK ­ offenbar überfordert von dem großen Kundenansturm ­ schickte ihr zwar eine Versichertenkarte zu, versäumte es aber, die Mitgliedsbescheinigung rechtzeitig zu erstellen. Das Dokument kam nicht nur verspätet, sondern war auch noch falsch datiert: Statt des 1. Januar 2001 war als Beginn der Mitgliedschaft der 2. Januar angegeben.

Damit war der Kassenwechsel hinfällig, die Barmer hat das abtrünnige Mitglied für ein Jahr zurückbekommen. Der Irrtum der BKK Mobil Oil kostet Frau Eisler und ihren Arbeitgeber einige Hundert Mark: Statt 11,2 Prozent Beitragssatz kostet der Versicherungsschutz weiter 13,9 Prozent ihres Bruttogehalts.

Diese Panne ist offenbar kein Einzelfall. Die BKK Mobil Oil war für Rückfragen ihrer Kunden im Dezember und Januar praktisch nicht zu erreichen. Uns liegen zahlreiche Berichte entnervter Kunden vor, die weder telefonisch noch per Fax zu einem Sachbearbeiter der BKK durchdringen konnten.

Pech für alle, denen die BKK Mobil Oil bis zum 31.Dezember 2000 keine Mitgliedsbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber ausgestellt hat. Sie bleiben damit automatisch in ihrer bisherigen Kasse. Das Bundesversicherungsamt prüft derzeit, ob die schleppende Antragsbearbeitung der BKK Mobil Oil den gesetzlichen Anforderungen genügt.

* Name von der Redaktion geändert

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