Fall­beispiel: Mit Blick aufs Alter lieber gesetzlich versichert

Kranken­versicherung Special

Miriam Feuer­stein, 40, kennt die Vor- und Nachteile der privaten und der gesetzlichen Kranken­versicherung. Jahre­lang war die Berliner Redak­tions­leiterin gesetzlich versichert. Obwohl sie gut verdient, bleibt sie nach der Geburt von Tochter Hanna 2003 zunächst gesetzlich versichert. Hanna ist beitrags­frei über sie familien­versichert.

2009 bekommt Feuer­stein ein sehr güns­tiges Angebot von einer privaten Kranken­versicherung. Die Mutter wechselt, nicht nur aus finanziellen Gründen: „Ich wollte ein Einzel­zimmer im Kranken­haus und die Chef­arzt­behand­lung. Für Hanna waren mir möglichst umfassende Leistungen der Kiefer­ortho­pädie wichtig.“

Drei Jahre lang bleiben die beiden privat versichert. Dann wird Feuer­stein für kurze Zeit arbeitslos. Sie muss mit ihrer Tochter in die gesetzliche Kranken­versicherung zurück. Weil sie zuvor nur drei Jahre lang privat versichert war, kann sie sich nicht von dieser Versicherungs­pflicht befreien lassen.

Feuer­stein findet wieder Arbeit. Aber die Arbeits­losig­keit hat sie zum Grübeln gebracht. Sie weiß, dass die Beiträge in der privaten Kranken­versicherung im Alter potenziell steigen. Ein Zurück ins gesetzliche System ist ab 55 kaum noch möglich. „Ich hatte Angst, dass ich mir die private Kranken­versicherung im Alter nicht mehr leisten kann.“ Deshalb bleibt sie mit ihrer Tochter in der gesetzlichen Kranken­versicherung, obwohl sie im neuen Job wieder in die private wechseln könnte. Ohne Häme nimmt ihre alte gesetzliche Kasse sie wieder auf.

Dieser Artikel ist hilfreich. 26 Nutzer finden das hilfreich.