Kranken­versicherung Meldung

Knapp 40 Prozent der gesetzlich Kranken­versicherten finden es schwierig, zu beur­teilen, wann eine zweite Meinung von einem anderen Arzt sinn­voll ist. Männer tun sich schwerer als Frauen. Das zeigt eine Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zum Wissen über Gesundheit bei zirka 2 000 Versicherten. Hinter der Studie steckt die Annahme: Je mehr ein Mensch weiß, um so mehr Angebote zur Prävention und Früh­erkennung nutzt er.

Antwort darauf, ob eine Zweitmeinung angebracht ist, gibt die Unabhängige Patientenberatung (UPD). Sie hat rund 80 000 Patienten­gespräche ausgewertet, die zwischen April 2013 und März 2014 statt­fanden. In knapp einem Drittel der Anfragen ging es um die Leistungen der Kosten­träger wie der Krankenkasse. Die Berater klärten Versicherte beispiels­weise darüber auf, wann sie Anspruch auf Krankengeld oder die stationäre Reha haben. Knapp 20 Prozent der Gespräche drehten sich um Patientenrechte. Auch hier zeigte sich, dass Versicherte oft nicht wissen, wann eine zweite Arzt­meinung sinn­voll ist und ob sie ihre Kranken­unterlagen einsehen dürfen.

Kontakt: Patientenberatung.deund Beratungs­telefon (Tel. 0 800/0 11 77 22, Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr und Do. 10 bis 20 Uhr, gebührenfrei im Fest­netz). Warte­zeiten sind möglich.

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