Seit kurzem sollen Ärzte ihren Patienten nicht mehr ein bestimmtes Medikament, sondern nur noch den Wirkstoff verschreiben. Der Apotheker sucht dann unter den wirkungsgleichen Produkten ein preisgünstiges aus. Diese Regelung ist Teil des neuen Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetzes, das am 23. Februar in Kraft trat.

Falls es medizinisch erforderlich ist, kann der Arzt aber weiterhin den Produktnamen statt des Wirkstoffs aufs Rezept schreiben. Die Auswahl des Arztes ist außerdem auch dann bindend, wenn er von vornherein ein Medikament aus dem unteren Preisdrittel verordnet.

Wie das neue Gesetz in der Praxis funktionieren soll, kann allerdings noch niemand sagen. Um es anzuwenden, muss nämlich zuerst festgestellt werden, bis zu welchem Betrag ein Medikament als „preisgünstig“ im Sinne des Gesetzes gilt. Die dafür nötigen Vorarbeiten sind aber frühestens im Juli abgeschlossen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 33 Nutzer finden das hilfreich.