Kranken­versicherung Spam-Mails von falschen Verbraucherschützern

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Kranken­versicherung - Spam-Mails von falschen Verbraucherschützern

Eine Welle von Werbemails für billige private Kranken­versicherungen über­flutet zurzeit viele E-Mail-Post­fächer. Die Absender nennen sich „Verbraucher­beratung“ oder „Verbraucher­service“. Doch der Schein trügt: Es handelt sich um gewöhnlichen Spam, der mit Verbraucher­schutz nichts zu tun hat.

Privatpatient ab 59 Euro

In den Spam-Mails werden Versicherungs­vergleiche angeboten und es wird für einen Wechsel zur privaten Kranken­versicherung geworben. „Viele Verbraucher haben sich an uns gewandt, weil sie glaubten, dass es sich um eine Aktion der Verbraucherschützer handelt“, sagt die Justiziarin der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen, Dr. Gabriele Gärtner. Sie warnt davor, die in den Mails enthaltenen Links anzu­klicken. Sie führen zu Internet­seiten, die zum Beispiel versprechen: „Privatpatient ab 59 Euro im Monat – die neue Volks-Versicherung“.

Daten­abfrage statt Versicherungs­vergleich

Wer den Link anklickt, muss zunächst seine persönlichen Daten preis­geben: Name, Alter, Wohn- und E-Mail-Adresse sowie Telefon­nummern und Beruf. Der Verband der privaten Kranken­versicherung warnt in seiner Verbands­zeit­schrift, dass diese Daten für Adress­händler hoch interes­sant sein können. Auch die Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen berichtet: Kunden, die ihre Daten abge­liefert haben, erhielten weder den versprochenen Beitrags­vergleich noch ein Vertrags­angebot.

Billig­an­gebote haben oft Leistungs­lücken

Dass hinter der „59-Euro-Werbung“ seriöse Angebote stecken, ist kaum vorstell­bar. Selbst güns­tige Angebote für eine private Krankenvoll­versicherung liegen deutlich darüber – und haben teil­weise gravierende Leistungslücken. Ein 35-jähriger selbst­ständiger Mann zahlt beim Eintritt für so einen Tarif zwischen 230 und 330 Euro im Monat bei einer jähr­lichen Selbst­beteiligung von 100 bis 900 Euro.

Was Verbraucher tun können

Der Versand von Spam-Mails verstößt gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wett­bewerb. Da die Urheber ihren Firmensitz jedoch häufig im außer­europäischen Ausland haben, ist eine recht­liche Verfolgung nahezu aussichts­los. Auch die Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen wird aus diesem Grund nicht gegen die angebliche „Verbraucherberatung“ vorgehen. Das beste, was Verbraucher tun können, ist ihren Computer durch Spamfilter und Viren­schutz gegen unerwünschte Werbemails zu sichern. Wer trotzdem solche Post erhält, sollte sie unge­öffnet löschen – auf keinen Fall irgend­welche Links ankli­cken oder Dateien herunter­laden.

Im Test: Sicherheitssoftware

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schlemihl26 am 20.06.2011 um 00:28 Uhr
@FinanzBetreuungsService

Du reihst dich in die Reihe der Spammer ein. Dein Kommentar ist IMHO ebenfalls Spam und Eigenwerbung!
Danke für zukünftigen Verzicht auf solche nicht hilfreichen Kommentare und eigenwerbende Links!

ThomasPT am 18.06.2011 um 02:41 Uhr
Kriminelle Bande aus Deutschland

Der für den Spam verwendete Anmelde-Server "beste-kasse.com" bzw. "maklerwelten.ag" (IP 46.167.31.150) steht in in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
Googeln Sie: "Maklerwelten" bzw. "Aquatix Spam"
Eine kriminelle Bande mit Mitgliedern u. a. vermutlich aus Frankfurt am Main, Braunschweig und Berlin crackt seit letztem Jahr gewerbsmäßig Online-Shops und Online-Apotheken und späht dort millionenfach Kundendaten für die eigenen Betrugsmaschen aus. An die Kunden werden mit persönlicher Anrede diese betrügerischen E-Mails geschickt.
Keinesfalls sollte auf Links in den E-Mails geklickt werden oder auf derartige Gaunereien eingegangen werden.
Die Ermittlungsbehörden werden von den Drahtziehern getäuscht, indem ihnen angebliche Auftraggeber aus Südamerika, Slowenien und dem ehemaligen Jugoslawien als vermeintliche "verantwortliche Kunden" präsentiert werden.
Strafanzeige und Strafantrag (u. a. § 202a StGB, §§ 17, 19 UWG) können von den Betroffenen erstattet/gestellt werden.

FinanzBetreuungsService am 17.06.2011 um 18:26 Uhr
Versand von Spam-Mails

Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, das man Vergleichsrechner im Internet nur ohne Datenabfrage nutzt.
wie
http://www.facebook.com/Versicherungsrechner
oder...
Ist die Email einmal erfasst, dann wird sie auch weiterverkauft und ....
Wer nicht weis wie geht, kann es sich gern bei YouTube ansehen:
http://www.youtube.com/fbsln
in wenigen Sekunden wird es gezeigt.
viele Grüße
Lutz Noack
online Versicherungsmakler aus Dohna
http://fbsln.finanzbetreuungsservice.eu