Rückkehr aus dem Ausland

Krankenversicherung Meldung

Für Ältere wirds schwierig.

Das Problem

Einige Rückkehrer, die lange im Ausland gelebt haben, haben in Deutschland Probleme, Versicherungsschutz zu bekommen. Oft erfüllen sie nicht die Bedingungen für die gesetzliche Krankenversicherung, weil ihnen die so genannte Vorversicherungszeit in einer gesetzlichen Krankenkasse fehlt.

Das Problem betrifft vor allem Menschen, die nicht von ihrem Arbeitgeber entsandt wurden. Kritisch wird es auch für Menschen, die außerhalb der EU beschäftigt waren, für Selbstständige, Auswanderer aus den USA oder Australien und für Senioren, die nach langen Jahren zurückkehren.

Die Rechtslage

Gesetzliche Krankenversicherung: Spätestens drei Monate nach der Rückkehr ins Inland müssen sich Menschen anmelden, die in Deutschland einen gut bezahlten Job haben (Jahresverdienst über 46 350 Euro). Diesen Job müssen sie aber schon spätestens zwei Monate nach der Rückkehr aufgenommen haben.

Vertrackt wird die Lage allerdings, wenn Rückkehrer keine Arbeit finden und auch nicht versicherungspflichtig werden.

Private Krankenversicherung: Einen privaten Krankenschutz erhalten in der Regel nur gesunde Menschen. Kranke und Ältere nehmen viele Unternehmen nicht auf.

Zur Vorbeugung

Vor der Abreise. Klären Sie unbedingt, bevor Sie ins Ausland gehen, ob und wie Sie sich nach einer möglichen Rückkehr krankenversichern können.

Anwartschaft. Gesetzlich Versicherte können sich bei manchen Kassen gegen einen Monatsbeitrag um 35 Euro eine Anwartschaft auf das spätere Wiederaufleben ihres Schutzes sichern.

Auch privat Versicherte können später in ihren alten Vertrag wieder einsteigen, wenn sie spätestens zwei Monate nach dem Wegzug eine „große Anwartschaft“ bei ihrem Versicherer abschließen. Die Kosten dafür variieren stark. Sie hängen zum Beispiel davon ab, wie lange der Kunde vorher versichert war: Im schlimmsten Fall ist die Hälfte des bisherigen Beitrags fällig.

Im Ernstfall

Expertenrat. Das Dickicht der Bestimmungen ist kaum zu durchschauen. Holen Sie Rat ein, etwa bei einem Sozialversicherungsrechtler oder einer Verbraucherzentrale.

Versicherungspflicht. Versuchen Sie, versicherungspflichtig zu werden – etwa durch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder einen gesetzlich versicherten Ehepartner.

Privatpolice: Fragen Sie beim Verband der privaten Krankenversicherer (Telefon: 02 21/37 66 20), welche Unternehmen Ältere ab 55 Jahren versichern. Auch gerichtlich zugelassene Versicherungsberater können helfen, einen Vertrag zu bekommen.

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