Der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung, Arno Surminski, hat in 61 Prozent der Fälle, die bislang an ihn herangetragen wurden, nichts für die Versicherten erreicht. Diese Bilanz der ersten 15 Monate seiner Tätigkeit veröffentlichte Surminski in seinem Rechenschaftsbericht.

Nur in 37 Prozent der Kundenbeschwerden konnte der Ombudsmann zumindest teilweise Abhilfe schaffen, in 2 Prozent der Fälle eine Empfehlung aussprechen, an die die Versicherer aber nicht gebunden sind.

Angesichts von 7,6 Millionen privat Krankenversicherten sei die Zahl von fast 7 000 Beschwerden äußerst gering, gab Surminski zu bedenken. Das liegt möglicherweise auch daran, dass die Versicherer ihre Kunden meist nicht auf das Ombudsverfahren hinweisen.

Am häufigsten wurde der Schlichter wegen Streits über die medizinische Notwendigkeit einer Heilbehandlung oder über die Kostenübernahme für alternative Heilverfahren angerufen. Diese Probleme machen etwa 20 Prozent der Beschwerden aus. In 13 Prozent der Fälle war die Höhe der zu erstattenden Arzthonorare strittig, 11 Prozent der Kunden riefen den Ombudsmann wegen Beitragserhöhungen an.

Das Verfahren ist für die Versicherten kostenlos. Beschwerden und Anfragen können sie an folgende Adresse richten: Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung, Leipziger Straße 104, 10117 Berlin, Telefon 0 180 2/55 04 44

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