Gesetzlich Krankenversicherte mit geringem Einkommen oder chronisch Kranke können sich von den Zuzahlungen zu Medikamenten, Krankengymnastik, Zahnersatz oder Kuren befreien lassen. Zum 1. Januar 2003 ändern sich die entsprechenden Einkommensgrenzen. Verdient ein allein stehender Versicherter regelmäßig nicht mehr als 952 Euro brutto im Monat, bleibt er nach der Härtefallregelung von Zuzahlungen verschont. Paare dürfen zusammen bis zu 1 309 Euro im Monat verdienen. Für jedes mitversicherte Kind erhöht sich die Grenze um weitere 238 Euro.

Auch für Versicherte mit höherem Einkommen lohnt es sich, die Belege aus der Apotheke und von anderen Zuzahlungen zu sammeln. Denn wer mehr als 2 Prozent seines Jahresbruttoeinkommens für Zuzahlungen ausgibt, kann sich von der Krankenkasse den Betrag erstatten lassen, der über diese 2 Prozent hinausgeht.

Chronisch Kranke, die wegen derselben Krankheit ständig in Behandlung sind, können für die weitere Dauer der Behandlung von den Zuzahlungen befreit werden. Sie müssen dafür zuvor allerdings belegen, dass sie ein Jahr lang Zuzahlungen in Höhe von mindestens 1 Prozent ihres Haushaltseinkommens geleistet haben.

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