Berufstätige Mütter oder Väter von behinderten Kindern haben jetzt unabhängig vom Alter des Kindes Anspruch auf Krankengeld, wenn sie wegen einer Erkrankung des Kindes nicht zur Arbeit gehen können.

Bisher galt der Anspruch nur für Kinder unter zwölf Jahren. Im neuen Sozialgesetzbuch IX, das seit 1. Juli in Kraft ist, wird diese Altersgrenze für behinderte und auf Hilfe angewiesene Kinder aufgehoben. Für nicht behinderte Kinder gilt sie weiter.

Für jedes Kind haben Eltern einen Krankengeldanspruch für maximal 10 Arbeitstage im Jahr, allein erziehende Mütter oder Väter für 20 Arbeitstage. Haben die Eltern mehrere Kinder, ist der Krankengeldanspruch auf höchstens 25 Arbeitstage, bei Alleinerziehenden auf 50 Arbeitstage im Jahr begrenzt.

Diese Ansprüche bestehen nur dann, wenn sowohl die Person, die das kranke Kind betreut, als auch das Kind selbst gesetzlich krankenversichert ist. Bei der Kasse und beim Arbeitgeber muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden, dass eine Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege des kranken Kindes erforderlich ist. Kein Anspruch auf Krankengeld besteht, wenn in derselben Wohnung jemand lebt, der das Kind betreuen kann, zum Beispiel eine Großmutter.

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