Private Krankenversicherer haben das Recht, die Zahl der Sitzungen zu begrenzen, die sie ihren Kunden im Rahmen einer Psychotherapie pro Jahr bezahlen. Der Bundesgerichtshof hat erneut bestätigt, dass eine solche Begrenzung rechtens ist (Az. IV ZR 257/03).

Im verhandelten Fall übernahm der Versicherer 30 Sitzungen im Jahr. Geklagt hatte eine Frau, deren Behandlung 45 Therapiesitzungen umfasste. Sie wollte die Behandlung in vollem Umfang erstattet bekommen, da sie medizinisch notwendig gewesen sei.

Eine Psychotherapie umfasst oft noch mehr Sitzungen. So ist eine Psychoanalyse in der Regel auf drei Sitzungen pro Woche über mehrere Jahre angelegt. Die Kosten für die Patienten sind immens, wenn der Versicherer nicht zahlt.

Manche privaten Versicherer begrenzen die ambulante Psychotherapie sogar auf nur 20 oder 10 Sitzungen pro Jahr oder schließen sie ganz aus. Die gesetzliche Krankenversicherung hingegen bezahlt je nach Therapieverfahren bis zu 360 Sitzungen je Behandlung.

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