Krankenversicherung Meldung

Die Beiträge für den Krankenschutz wirken sich kaum steuerlich aus.

Jeder sollte gegen seinen Steuerbescheid Einspruch einlegen, weil das Finanzamt einen Großteil seiner Krankenversicherungsbeiträge nicht abzieht. Die Richter vom Bundesfinanzhof halten das für verfassungswidrig (BFH, Az. X R 20/04). Nun haben sie den Fall dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt (Az. 2 BvL 1/06).

Geklagt haben privat krankenversicherte Eltern mit sechs Kindern. Sie haben rund 16 800 Euro im Jahr für den Krankenschutz ihrer Familie bezahlt. Das meiste blieb im Steuerbescheid unberücksichtigt.

Nach den neuen Steuerregeln ab 2005 wirken sich noch weniger Krankenversicherungsbeiträge aus. Meist kommen pro Steuerzahler nur noch 1 500 Euro zum Abzug, 2 400 Euro bei Selbstständigen, die ihre Beiträge allein bezahlen (siehe Steuererklärung: Vieles neu).

Tipp: Zwar hält das Finanzamt die Steuerbescheide wegen des beschränkten Abzugs der Vorsorgekosten – wozu auch Beiträge zur Krankenversicherung gehören – von sich aus offen. Dennoch raten Experten, Einspruch einzulegen und auf die Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvL 1/06) zu verweisen. Erst wenn die Verwaltung ihren Vorläufigkeitsvermerk im Steuerbescheid präzisiert hat, erübrigt sich der Einspruch.

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