Menschen ohne Krankenversicherung, die zuletzt privat versichert waren, sollten vor dem 31. Dezember 2007 bei einem privaten Krankenversicherer in den „modifizierten Standardtarif“ eintreten. Nur dann wollen diese laufende Behandlungen zahlen.

Die Rechnungen der ersten drei Monate ab Versicherungsbeginn werden allerdings nicht bezahlt. Für Zahnbehandlungen, Zahnersatz, Psychotherapie, Schwangerschaftsleistungen gilt sogar eine Wartezeit von acht Monaten.

Wer sich erst 2008 meldet, muss zwar aufgenommen werden, für laufenden Behandlungen beispielsweise bei Dialyse­patien­ten zahlt der Versicherer dann aber nicht. Damit wird der Schutz für chronisch Kranke fast wertlos.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bezweifelte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters die Rechtmäßigkeit, Vorerkrankungen auszuschließen. Die Befristung auf den 31. Dezember bezeichnete sie als „beschämend“.

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