Krankenversicherung Meldung

Die Hürde zur privaten Krankenversicherung soll kräftig erhöht werden. Nur noch Gutverdiener mit einem Einkommen von 3 825 Euro brutto im Monat sollen künftig die gesetzliche Kasse verlassen dürfen.

Gesetzlich krankenversicherte Angestellte sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig erst ab einem Bruttoeinkommen von 3 825 Euro im Monat (derzeit 3 375 Euro) die Möglichkeit haben, in eine private Krankenversicherung zu wechseln.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll aber nicht im gleichen Maße angehoben werden. Sie erhöht sich zum 1. Januar 2003 nur turnusgemäß, dieses Mal von 3 375 auf voraussichtlich 3 450 Euro. Kassenversicherte müssen ihren prozentualen Beitrag maximal auf dieses monatliche Bruttoeinkommen zahlen.

Arbeitnehmer, die bereits privat krankenversichert sind und durch die Änderung wieder unter die Pflichtgrenze rutschen würden, haben die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen und in der privaten Krankenversicherung bleiben. Damit ist der Rückweg in die gesetzliche Kasse aber für die Zukunft versperrt.

Gleichzeitig will die Bundesregierung die Kassen zwingen, ihre Beitragssätze bis zum Ende des Jahres 2003 nicht zu erhöhen. Ob diese Pläne Gesetz werden und ob die Versicherungspflichtgrenze rückwirkend zum 7. November angehoben wird, war allerdings bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Ihre Idee, Berufseinsteiger erst ab einem Einkommen über 5 100 Euro im Monat in die private Krankenversicherung wechseln zu lassen, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt auf Druck der privaten Versicherungswirtschaft wieder zurückgezogen.

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