Nur verheiratete Paare haben einen Anspruch darauf, dass sich die gesetzliche Krankenversicherung an den Kosten einer künstlichen Befruchtung beteiligt. Das ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts verfassungsgemäß (Az. 1 BvL 5/03).

Geklagt hatte ein unverheira­tetes Paar aus Sachsen, dessen Krankenkasse sich weigerte, ihm wie einem Ehepaar die Hälfte der Behandlungskosten zu bezahlen. Die Richter sahen in der Bevorzugung der Ehe jedoch keinen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. Außerdem diene die künstliche Befruchtung nicht der Beseitigung einer Krankheit.

Eine künstliche Befruchtung wird bislang nur Ehepaaren bezahlt, wenn die Frau nicht älter als 40 und der Mann nicht älter als 50 Jahre ist. Es dürfen nur Ei- und Samenzellen der beiden Partner ­verwendet werden.

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