Der Verbraucherschutzverband Bund der Versicherten (BdV) hat den Krankenversicherer Axa abgemahnt. Dieser hatte Ende 2003 ohne Einverständnis der Versicherungsnehmer die Bedingungen bestehender Krankenversicherungsverträge zum Nachteil seiner Kunden verändert.

Die neuen Bedingungen sehen vor, dass Kosten für Krankenbehandlungen nur noch dann erstattet werden sollen, wenn sie „preislich angemessen“ sind. Das Unternehmen reagiert damit auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az. IV ZR 278/01) letzten Jahres. Danach müssen die Krankenversicherer jede medizinische Behandlung bezahlen, selbst wenn sie weit über dem durchschnittlichen Preisniveau liegt.

Andere Versicherer folgen dem Beispiel der Axa. Die Barmenia hat ihre Bedingungen schon geändert, die Allianz „begrüßt den Schritt der Axa“ und die Debeka „denkt über Änderungen nach“.

Nimmt die Versicherungsgesellschaft die Änderungen nicht zurück, will der BdV klagen. Klaus Tekniepe, Sprecher der Axa Krankenversicherung, sieht keine Veranlassung, auf die Forderungen des BdV einzugehen. „Es geht darum, die Versicherungsbeiträge langfristig stabil zu halten.“ Allerdings rechtfertige das nicht das Vorgehen des Unternehmens, betont Frank Braun vom BdV: „Man kann Verträge nicht einfach so einseitig verändern.“

Tipp: VerweigertIhre Versicherung eine Leistung, haben Sie nach Ende des Jahres der Ablehnung noch 24 Monate Zeit, um dagegen vorzugehen. Sie können also die Klage des BdV abwarten.

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