Kranken­tagegeld für gesetzlich Versicherte Test

Für gut verdienende Berufs­tätige mit gesetzlicher Kranken­versicherung ist das gesetzliche Krankengeld zu knapp. Private Versicherungen schließen die Lücke. Finanztest hat erst­mals private Kranken­tagegeld-Angebote für freiwil­lig gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und Selbst­ständige getestet. Die Noten reichen von sehr gut bis mangelhaft.

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TestKranken­tagegeld für gesetzlich VersicherteFinanztest 07/2013
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Ersatz für Verdienst­ausfall bei langer Krankheit

Ein Unfall, eine schwere Operation – jedem kann es passieren, dass er für mehrere Monate nicht arbeiten kann. Damit eine lange Krankheit nicht den Ruin bedeutet, sollten alle Berufs­tätigen mit gesetzlichem Krankengeld, privatem Kranken­tagegeld oder einer Kombination vorsorgen. Wichtig vorab: Bei voll­ständig privat Kranken­versicherten ist das Kranken­tagegeld Teil des Gesamt­vertrags – diese Bausteine hat die Stiftung Warentest nicht getestet. Die meisten Arbeitnehmer brauchen sich außerdem um die ersten 42 Tage der Arbeits­unfähigkeit keine Gedanken zu machen: Während dieser Zeit haben sie Anspruch auf Lohn­fortzahlung von ihrem Arbeit­geber. Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer, erhalten im Anschluss das Krankengeld von ihrer Kasse. Eine zusätzliche private Absicherung ist für sie oft also gar nicht nötig.

Bei Gutverdienern reicht gesetzliches Krankengeld alleine nicht

Verdient ein Arbeitnehmer jedoch deutlich mehr als 4 000 Euro brutto im Monat, kann sich eine private Kranken­tagegeld­versicherung als Ergän­zung lohnen. Die Höhe des gesetzlichen Krankengeldes ist auf derzeit maximal 2 756,25 Euro im Monat begrenzt. Davon geht noch der Arbeitnehmer­anteil zur gesetzlichen Pflege-, Renten- und Arbeits­losen­versicherung ab. Am Ende bleiben rund 2 426 Euro. Bei hohen laufenden Verpflichtungen reicht dieses reduzierte Einkommen möglicher­weise nicht aus.

Erst­mals im Test: Private Kranken­tagegeld­versicherungen

Finanztest hat erst­mals private Kranken­tagegeld-Angebote für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer und Selbst­ständige getestet:

  • 30 Tarife für gutverdienende Arbeitnehmer.
  • 16 Tarife für gutverdienende Freiberufler, die kein gesetzliches Krankengeld wünschen.
  • 17 Tarife für gutverdienende Freiberufler, die das gesetzliche Krankengeld ergänzen.
  • Zusätzlich auf test.de: 25 Tarife für Selbst­ständige mit nied­rigem Einkommen, die kein gesetzliches Krankengeld wünschen.

Eine große Über­sicht­stabelle zeigt außerdem die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlichem Krankengeld und privaten Kranken­tagegeld­versicherungen.

Für Arbeitnehmer – güns­tige Angebote zum Aufstocken

Der Modell-Arbeitnehmer im Test, ein 32-Jähriger mit monatlichem Brutto­einkommen von 5 000 Euro, zahlt für die besten Angebote nicht mehr als 10 Euro im Monat. Damit sichert er sich ein zusätzliches privates Kranken­tagegeld von 30 Euro pro Tag (900 Euro im Monat) ab dem 43. Krank­heits­tag. Das Kranken­tagegeld füllt die Lücke zu seinem gewohnten Netto­verdienst voll­ständig auf.

Für Selbst­ständige existenz­sichernd

Auch gesetzlich versicherte Selbst­ständige können ab dem 43. Krank­heits­tag das gesetzliche Krankengeld bekommen. Sie geben dafür eine schriftliche Wahl­erklärung bei ihrer Kasse ab und zahlen dann 15,5 Prozent Beitrags­satz statt des ermäßigten Satzes von 14,9 Prozent auf ihr Einkommen bis zur Beitrags­bemessungs­grenze. Zurzeit kostet sie das Krankengeld maximal 23,63 Euro im Monat.

Gesetzliche Leistung aufstocken oder ersetzen

Finanztest hat für den gutverdienenden selbst­ständigen – ebenfalls 32-jährigen – Modell­kunden zwei Varianten geprüft:

  • Aufstocken: In einem Fall ergänzt er das Krankengeld durch ein privates Tagegeld von 40 Euro pro Tag ab dem 15. Arbeits­unfähigkeits­tag und hat so eine gestaffelte Leistung. Denn zur privaten Leistung kommt ab dem 43. Tag das gesetzliche Krankengeld hinzu. Für den privaten Vertrag liegt der Monats­beitrag der sehr guten und guten Angebote zwischen 26 und 39 Euro.
  • Ersetzen: Im anderen Fall braucht er schon vor dem 43. Krank­heits­tag ein Tagegeld, das seinen Verdienst­ausfall voll ausgleicht. Mit gesetzlichem Krankengeld und einem privaten Zusatz­baustein ist das nicht möglich. Deshalb verzichtet er auf das gesetzliche Krankengeld und vereinbart gleich einen privaten Vertrag über 130 Euro ab dem 22. Krank­heits­tag. Dafür zahlt er in sehr guten oder guten Tarifen zwischen 57 und 85 Euro Beitrag im Monat.

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