Trotz der Einsparungen durch die Gesundheitsreform haben acht Krankenkassen ihre Beiträge erhöht. Versicherte weiterer Kassen müssen nach Fusionen mehr Beitrag zahlen. Betroffen sind vor allem kleine Betriebskrankenkassen mit bisher sehr günstigen Beitragssätzen. Um bis zu 1,0 Prozent steigen die Sätze. Ein Angestellter mit 3 000 Euro Bruttoverdienst im Monat zahlt dadurch pro Jahr 180 Euro mehr als bisher. Noch mal die gleiche Summe muss der Arbeitgeber drauflegen. Gute Nachrichten für Mitglieder der bislang teuersten Krankenkasse: Nach der Fusion mit der BKK Hamburg sinkt der Beitragssatz für BKK Berlin-Versicherte von 15,7 auf 14,8 Prozent.

Zahlreiche BKKs teurer

Endgültig Schluss ist mit Beitragssätzen unter 12 Prozent. Zuletzt lockte nur in Westfalen-Lippe noch die BKK Adler-Dürkopp mit 11,8 Prozent. Von Januar an müssen Versicherte hier nun 12,7 Prozent zahlen. Eine weitere Beitragserhöhung beschert auch eine der größten BKKs ihren Mitgliedern: Die bundesweit geöffnete BKK Mobil-Oil kassiert ab sofort 13,6 statt 12,9 Prozent. Hier die übrigen Kassen mit Beitragserhöhungen:

  • BKK Allianz: 13,9 statt 13,2 Prozent
  • BKK Anker-Lynen-Prym: 12,6 statt 12,4 Prozent
  • BKK Gruner und Jahr: 12,9 statt 12,4 Prozent
  • BKK Henschel plus: 13,9 statt 12,9 Prozent
  • Sancura BKK: 13,9 statt 13,1 Prozent
  • Vaillant BKK: 13,2 statt 12,5 Prozent
  • Ex-BKK des Bundesverkehrministeriums, nach Fusion mit BKK Öffentlicher Dienst jetzt BKK BVM: 14,6 statt 14,3 Prozent
  • Ex-BKK für juristische und steuerberatende Berufe, nach Fusion mit BKK BKK Zollern-Alb jetzt BKK Gesundheit: 14,4 statt 13,4 Prozent
  • Ex-BKK Krups, nach Fusion mit BKK Zwilling J. A. Henckels AG jetzt BKK Krups-Zwilling: 12,7 statt 12,3 Prozent
  • Ex-BKK Weingarten, nach Fusion mit BKK ZF BKK jetzt ZF BKK & Partner: 14,1 statt 13,9 Prozent
  • Ex-BKK Zollern-Alb, nach Fusion mit BKK für steuerberatende und juristische Berufe jetzt BKK Gesundheit: 14,4 statt 13,7 Prozent

BKK Berlin gibt rote Laterne ab

Mit einem Beitragssatz von stolzen 15,7 Prozent war die BKK Berlin monatelang die teuerste Krankenkasse überhaupt. Nach der Fusion mit der BKK Hamburg zur BKK City sank der Satz zum Jahresbeginn auf 14,8 Prozent. Teuerste Krankenkasse im Lande ist nun die AOK Berlin mit 15,5 Prozent. Bemerkenswert gut im Rennen liegt dagegen die AOK Sachsen. Nach der Beitragserhöhung bei der Vaillant BKK von 12,5 auf 13,2 Prozent gehört sie mit 12,9 Prozent zu den günstigsten Anbietern in Sachsen. Hier die übrigen Krankenkassen mit Beitragssenkungen:

  • AOK Rheinland-Pfalz: 14,4 statt 14,6 Prozent
  • Bahn BKK: 14,2 statt 14,5 Prozent
  • BKK A. T. U.: 12,9 statt 13,4 Prozent
  • BKK Sauerland: 13,9 statt 14,3 Prozent
  • DAK: 14,7 statt 15,2 Prozent
  • HMK: 14,7 statt 15,2 Prozent
  • HEK: 14,3 statt 14,5 Prozent
  • KKH: 14,4 statt 14,8 Prozent
  • IKK Sachsen: 13,1 statt 13,6 Prozent
  • IKK Weser-Ems: 13,6 statt 13,8 Prozent
  • Ex-BKK Chemie-Partner, nach Fusion mit BKK Essanelle: 12,8 statt 14,3 Prozent
  • Ex-BKK Hamburg, nach Fusion mit BKK Berlin jetzt BKK City: 14,8 statt 14,9 Prozent
  • Ex-BKK Öffentlicher Dienst, nach Fusion mit BKK des Bundesverkehrsministeriums jetzt BKK BVM: 14,6 statt 14,7 Prozent
  • Ex-BKK Thomas, nach Übergang in die BKK FTE: 12,9 statt 13,1 Prozent
  • Ex-BKK Zanders, nach Fusion mit BKK Anker-Lynen-Prym: 12,6 statt 12,9 Prozent
  • Ex-IKK Bremen und Bremerhaven, nach Fusion mit IKK Sachsen-Anhalt jetzt IKK Sachsen-Anhalt, Bremen und Bremerhaven: 13,9 statt 15,2 Prozent

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