Schritt für Schritt zur passenden Krankenkasse

Lohnt sich ein Kassenwechsel? Um zu vergleichen, fragen Sie sich zunächst, welche Anforderungen Ihre Wunschkasse ­er­füllen sollte. Möchten Sie Fragen persönlich mit einem Mitarbeiter der Kasse klären, sind Sie chronisch krank oder ­interessieren Sie sich für bestimmte Spezialangebote? Dann sollten Sie nicht nur nach dem Beitrag gehen. An unseren ­Beispielen sehen Sie, wie Sie in den Tabellen „Krankenkassen I“ und „Krankenkassen II“ die günstigsten für Sie passenden Kassen finden. Suchen Sie jeweils in allen vier Kassengruppen und vergleichen Sie diese dann mit Ihrer eigenen.

Sie wollen möglichst ­wenig Beitrag zahlen.

Das persönliche Gespräch mit Mitarbeitern der Kasse ist Ihnen wichtig.

Sie sind Arthrosepatient und haben daher spezielle Anforderungen an Ihre Kasse.

Sie sind selbstständig, jung und gesund und wollen möglichst wenig Beitrag zahlen.

Andere Kriterien spielen bei der Kassenwahl keine Rolle.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, eine Geschäftsstelle in Ihrer Nähe zu finden, wenn die Kasse mehr als 10 Geschäftsstellen je ­Bundesland besitzt, für das sie geöffnet ist.
Ob eine Kasse tatsächlich ­eine Geschäftsstelle an Ihrem Wohnort hat, müssen Sie ­erfragen.

Sie sehen an einigen ­Kriterien, ob eine Kasse sich auf bestimmten Gebieten besonders engagiert.
Welche neuen Behandlungsmethoden und Versorgungsformen (M2 bis M6, V1 bis V8) eine Kasse an Ihrem Wohnort ­bietet, müssen Sie erfragen.

Krankengeld von der gesetz­lichen Kasse brauchen Sie nicht. Um krankheitsbedingte ­Einkommensausfälle ab­zusichern, können Sie eine private Krankentagegeld­versicherung abschließen.
Als gesunder freiwillig Versicherter können Sie außerdem von einer Beitragsrückerstattung profitieren.

Kriterium in der Tabelle:
Möglichst niedriger allgemeiner Beitrags-
satz.

Kriterium in der Tabelle:
„a“ bei „Geschäftsstelle je ­geöffnetem Bundesland“.

Kriterien in der Tabelle:
„d bei „Med. Beratungstelefon am Wochenende“.
„f“ bei „Zuschuss zu ­ambu­lanten Kuren“.
„R“  (Rheuma) bei „Schulungen für Chroniker“.
„M1“ (Akupunktur) bei ­„Erprobung neuer ­Vorsorge- und Behandlungsmethoden“.
„V6“ (Gelenkersatz-OP) bei ­„Förderung neuer ­Versorgungsformen“.

Kriterien in der Tabelle:
Möglichst niedriger ermäßigter Beitragssatz.
„q“ bei „Beitragsrückzahlung für freiwillig Versicherte“
(ohne dass der Kunde das Kostenerstattungsverfahren wählen muss).

Die günstigsten Kassen für ­jedes Bundesland sind hier:

SN, ST, TH:
IKK Sachsen: 11,8 %

BW:
BKK Scheufelen: 11,9 %

HE:
KEH-Ersatzkasse: 11,9 %
IKK Südwest-Direkt: 11,9 %

BY:
KEH-Ersatzkasse: 11,9 %

RP, SL:
IKK Südwest-Direkt: 11,9 %

BB, BE, HB, H, MV, NI, NW, SH:
IKK Direkt: 12,0 %

Die günstigsten Kassen für ­jedes Bundesland sind hier:

SN, ST, TH:
IKK Sachsen11,8 %

BB, BE, BW, BY, HB, HE, HH, MV, NI, NW, RP, SL, SH:
GEK - Gmünder
Ersatzkasse: 12,8 %

TK - Techniker KK: 12,8 %

Die günstigste Kasse ist hier:

Bundesweit geöffnet
BKK R + V: 12,5 %

Die günstigste Kasse ist hier:

Bundesweit geöffnet
IKK Direkt: 10,8 %
(Tabelle „Gesetzliche Krankenkasse I“ unter „Innungskrankenkassen, allgemeiner Beitragssatz 12,0 %)

    Wer in den genannten Bundesländern wohnt oder arbeitet, kann Mitglied der Kasse werden.

    BB = Brandenburg,
    BE = Berlin,
    HB = Bremen,
    BW = Baden-Württemberg,
    BY = Bayern,
    HH = Hamburg,
    HE = Hessen,
    MV = Mecklenburg-Vorpommern,
    NI = Niedersachsen,
    NW = Nordrhein-Westfalen,
    RP = Rheinland-Pfalz,
    ST = Sachsen-Anhalt,
    SH = Schleswig-Holstein,
    SL = Saarland,
    SN = Sachsen,
    TH = Thüringen.