Krankenkassen Meldung

Gesetzlich Krankenversicherte zahlen in diesem Jahr im Durchschnitt einen etwas geringeren Anteil ihres Einkommens an die Krankenkasse als 1999. Der Grund: Viele Bundesbürger sind zu Betriebskrankenkassen (BKK) übergewechselt ­ und die haben ihre Beitragssätze gesenkt.

Im Schnitt lag der Beitragssatz der gesetzlichen Kassen laut Bundesgesundheitsministerium im ersten Halbjahr 2000 bei 13,57 Prozent ­ gegenüber 13,60 Prozent im ersten Halbjahr 1999.

Freuen können sich darüber vor allem BKK-Mitglieder: Ihre Krankenkassen verlangten durchschnittlich ­ im ersten Halbjahr 2000 einen um 0,2 Prozentpunkte geringeren Beitragssatz als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Viele Orts- und Innungskrankenkassen sowie einige Ersatzkassen mussten ihre Beitragssätze dagegen anheben.

Ein zusätzlicher Griff in den Geldbeutel droht im nächsten Jahr Kassenmitgliedern in den neuen Bundesländern, die mehr als 5.325 Mark im Monat verdienen. Die Beitragsbemessungsgrenze soll von derzeit 5.325 Mark in Ost- und 6.450 Mark in Westdeutschland auf einheitlich 6.525 Mark ansteigen. Ostdeutsche, deren monatliches Bruttogehalt bei 6.525 Mark oder höher liegt, zahlen dann beispielsweise im Jahr rund 1.050 Mark mehr bei einem Beitragssatz von 13,8 Prozent (Durchschnitt Ost).

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