Praxisgebühr: Wichtiges in Kürze

Die neue Praxisge­bühr wird nicht bei jedem Arztbesuch fällig. Nur wer erstmals in einem Quartal zum Arzt geht, zahlt 10 Euro. Die Quartale gehen von Januar bis März, April bis Juni, Juli bis September, Oktober bis Dezember. Auch Dauerpatienten zahlen also höchstens 40 Euro im Jahr. Sie müssen sich aber für die nächsten Arztbesuche eine Überweisung geben lassen. Sonst wird die Gebühr noch einmal fällig. Eine Überweisung gilt aber nicht für den Zahnarzt. Da ist noch einmal eine separate Praxisgebühr zu zahlen, außer bei Vorsorgeuntersuchungen. Der Hausarzt kann Sie an alle Fachärzte überweisen, auch an Gynäkologen oder Augenärzte. Der Facharzt kann Sie dann zur Weiterbehandlung an einen anderen Facharzt überweisen. Kinder unter 18 Jahren zahlen keine Praxisgebühr.

Auch für Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchun­gen, Schwangerenvorsorge und Schutzimpfungen wird keine Praxisgebühr fällig. Ebenso wenig für die jährlichen Kontrollen beim Zahnarzt. Bei Notfällen hingegen wird die Praxisgebühr erhoben. Zieht sich eine Behandlung bis ins nächste Quartal, wird die Praxisgebühr noch einmal fällig.

Tipp: Einige Kassen schließen mit Hausärzten Verträge für eine „hausarztzentrierte Versorgung“. Wer teilnimmt, muss immer zuerst zum Hausarzt gehen. Im Gegenzug darf die Kase einen Teil der Praxisgebühren erlassen. Ähnlich ist es, wenn Sie an Chronikerprogrammen oder regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen.

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