Kampagne: „Sie sind in der falschen Kasse“

Bei manchen Ärzten sind BKK-Patienten ungern gesehen. Einige versuchen sogar, sie abzuwimmeln. In Hamburg starteten Ärzte unter dem Motto „Billig wird teuer“eine Kampagne. „Sie sind in der falschen Kasse“, bekam dort eine Patientin zu hören. Hintergrund ist, dass einige Betriebskrankenkassen niedrige „Kopfpauschalen“ zahlen: eine feste Summe, die pro Mitglied an die Kassenärztliche Vereinigung geht – egal ob oder wie oft der Versicherte krank ist.

Fakt ist: Alle Kassenpatienten haben gesetzlichen Anspruch auf den gleichen Leistungsumfang. Ärzte dürfen keine Unterschiede zwischen den Kassen machen. BKK-Versicherte, die den Eindruck haben, dass man sie allzu kurz abfertigt, sie schlecht behandelt oder länger warten lässt als andere, sollten sich bei ihrer Krankenkasse beschweren.

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