Zusatzleistungen: Nicht nur der Beitrag zählt

Im Rahmen von Sonderprogrammen dürfen die Krankenkassen über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgehen. Sie sind allerdings befristet auf acht Jahre. Außerdem dürfen die Kassen mit Ärzten, Krankengymnasten, Kliniken und anderen Verträge zur besseren Patientenversorgung abschließen. Dies gibt es aber oft nur in bestimmten Regionen. Die Liste möglicher Sonderleistungen und spezieller Behandlungsangebote ist lang:

  • Akupunktur bei chronischen Schmerzen, zum Beispiel an der Lendenwirbelsäule, bei Gelenkerkrankungen oder Migräne.
  • Verbesserte ambulante Diagnostik bei Demenzerkrankungen.
  • Längere Garantie auf Zahnersatz.
  • Hüft- und Kniegelenk-OP mit Garantie.
  • Ambulante Operationen, um lange Klinikaufenthalte zu vermeiden.
  • Betreuende Onkologie bei Krebs, um Folge-Operationen zu vermeiden.
  • Blase, Prostata: Einsatz schonender Laser, um schmerzhaftere Prozeduren zu vermeiden.
  • Magen, Darm: ab 40. Lebensjahr regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen.
  • Osteoporose: vorbeugend Medikamente, Ernährungsberatung, Muskeltraining.
  • Herzkranke erhalten ein mobiles EKG-Gerät, das die Daten direkt dem Arzt übermittelt.
  • Bessere Qualität bei Dialyseversorgung, Brustkrebsuntersuchungen, Schlaganfall-Nachsorge, Tinnitutsbehandlung, Neugeborenenuntersuchung, chronischen Schmerzen, Atemwegserkrankungen.
  • Hilfen bei Neurodermitis und Psoriasis, Suchtbehandlungen, Balneo-Phototherapie, Koronarerkrankungen.
  • Hochwertigere Hörhilfen für Kinder.
  • Kostenlose Hautkrebsuntersuchung.
  • Umfassende Behandlung von Kindern bei Migräne, Asthma, Epilepsie, Diabetes, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen, Hörschnecken-Implantat.
  • Vorbereitung auf den Ruhestand.

Wer auf eine solche Leistung Wert legt, sollte bei der Kasse seiner Wahl fragen. Finanztest 10/03 bietet eine Übersicht mit Stand 1. August 2003, welche Kasse was bietet.

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