28 Krankenkassen haben ihre Beitragssätze zum Jahreswechsel erhöht – da sollten Versicherte nachrechnen, ob sich der Wechsel lohnt. Nach jeder Erhöhung haben sie zwei Monate lang ein Sonderkündigungsrecht. Die Frist beginnt mit Wirksamwerden der Anhebung. Auch Versicherte, die von einer Beitragserhöhung verschont blieben, können wechseln, wenn sie schon mindestens 18 Monate bei ihrer Kasse sind.

Beispiel: Die AOK Saarland verlangt 14,6 Prozent Beitragssatz, die IKK Direkt in Kiel als günstigste bundesweit geöffnete Kasse hingegen nur 12,0 Prozent. Ein Arbeitnehmer mit 3 000 Euro Monatsbrutto würde durch den Wechsel monatlich 39 Euro sparen, 468 Euro im Jahr. Sein Arbeitgeber erzielt noch einmal die gleiche Ersparnis.

  • Die IKK Direkt erreichen Sie unter der Telefonnummer 0 180 2/45 53 47.

Noch niedrigere Beitragssätze haben

  • IKK Sachsen: 11,8 Prozent, nur für Versicherte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen,
    Telefon 0 180 1/45 50 00.
  • BKK Scheufelen: 11,9 Prozent, nur Baden-Württemberg,
    Telefon 0 180 5/ 00 79 02.
  • IKK Südwest-Direkt, 11,9 Prozent, nur Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland,
    Telefon 0 800/0 11 91 19.
  • KEH-Ersatzkasse, 11,9 Prozent, nur Bayern, Hessen, Thüringen,
    Telefon 0 180 1/53 45 34.

Tipp Wer wechseln möchte, kündigt zunächst bei der alten Kasse. Das geht formlos. Er erhält innerhalb von zwei Wochen eine Bestätigung. Danach sollte er den ausgefüllten Aufnahmeantrag an die neue Kasse schicken und die Mitgliedsbestätigung sofort dem Arbeitgeber vorlegen.

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